Zur mobilen Seite wechseln
0 Autor: Alana Vandekerkhof

Dinosaur Pile-Up - Celebrity Mansions

Celebrity Mansions

Bekenntnisse eines Highschool-Punks: "Celebrity Mansions" verpackt sarkastische Sozialkritik in rotzigem Alternative Rock – irgendwo zwischen den Foo Fighters und Sum 41.

Adrenalingeladenes Geschrei und rappende Kinderstimmen gebettet auf derben Riffs – schon im Opener "Thrash Metal Cassette" verbindet das britische Trio Dinosaur Pile-Up erneut die unterschiedlichsten Stilelemente zu einem eingängigen Sound. Während auf dem Vorgänger "Eleven Eleven" noch der Grunge regierte, ist es hier die Unbeschwertheit lockeren Highschool-Punkrocks, die sich wie ein roter Faden durch die zehn Songs von "Celebrity Mansions" zieht. So könnte "Round The Bend" mit seinem melodischen Refrain und der kurzen Akustikpassage der Soundtrack zur neuesten Coming-of-age-Komödie sein, das dynamische "Pouring Gasoline" wirkt dagegen wie ein heiß laufender Motor, der sich mit simplen Powerchords rasend in Richtung Selbstentzündung bewegt. So leichtfüßig der Sound von Tracks wie "Stupid Heavy Metal Broken Hearted Loser Punk" aber auch ist, inhaltlich wollen die drei Briten damit vor allem fundierte Kritik an der durch die Medien verursachten Oberflächlichkeit unserer Gesellschaft üben. Mit einer ordentlichen Portion Sarkasmus rotzt Sänger Matt Bigland so in "Back Foot" zunächst gegen den Wunsch, berühmt zu werden, um dann im späteren "K West" humoristisch gegen protzige Promis mit ein paar Millionen zu viel auf dem Konto zu pöbeln – so unbeschwert und tanzbar klingt Gesellschaftskritik selten. Seinen emotionalen Abschluss findet "Celebrity Mansions" schließlich im sehr persönlichen "Long Way Down", in dem Bigland seinem verstorbenen Vater gedenkt.

Bewertung: 8/12

Bitte einloggen, wenn du diese Platte bewerten möchtest.

Bitte einloggen, wenn du diese Platte kommentieren möchtest.