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Sum 41 - Order In Decline

Order In Decline

Kein Album von Sum 41 hat den Metal so konsequent zum Punkrock nach vorn gerückt wie nun "Order In Decline". Die Kraft einer Platte wie "Chuck" (2004) erreichen die Kanadier aber nicht mehr.

Die war mit ihren stärkeren Metal-Akzenten und der größeren Ernsthaftigkeit damals für Sum 41 der Weg aus der Kiddie-Pop-Punk-Falle. Seitdem scheint ihr Sound zwischen den beiden Polen in Stein gemeißelt. Mit kleinen Schwankungen, der Vorgänger "13 Voices" war teils von Pop-Effekten verklebt – Frontmann Deryck Whibley schien unsicher, ob er die Rückkehr von Gitarrist Dave Baksh mit einem Metal-Gewitter feiern oder doch Anschluss an Imagine Dragons & Co. suchen sollte. "Order In Decline" ist da eindeutiger: Jeder zweite Song bollert mit Metal-Riffing los, überhaupt klangen Sum 41 selten so mächtig und „da“ wie hier. Zum Refrain hin schwenken die meisten Songs aber zuverlässig zum hypermelodischen Punkrock um, und Whibley möchte offenbar gern wieder öfter mit Fat Mike von NOFX verwechselt werden. Zum Teil zündet das: Der stampfende Western-Metal bis Country-Punk von "Heads Will Roll" funktioniert viel besser als alles, was Volbeat zuletzt gemacht haben. "45 (A Matter Of Time)" punktet mit knackig abwärts fallenden Metal-Gitarren und Killer-Melodie, und "The People Vs…" bekommt lediglich Abzüge in der B-Note, weil es schon grenzwertig nah an The-Offspring-Songs wie "All I Want" und Green Days "American Idiot"-Ära operiert. Die Muse-Kopie "The New Sensation", die an Avril Lavigne gemahnende Punk-Powerballade "Never There" oder überhaupt Pop-Kitsch wie der breitarmige Effektreigen-Chor in "Catching Fire" hätten aber nicht sein müssen. Ein „Gut“ steht daher nicht im Zeugnis, für ein „Befriedigend“ langt’s.

Bewertung: 7/12

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