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0 Autor: Frederik Tebbe

Bracket - Too Old To Die Young

Too Old To Die Young

Mit "Too Old To Die Young" kehren Bracket zu Fat Wreck zurück und bringen ein Album für verkaterte Sommertage mit.

Die Kalifornier sahen sich in der Vergangenheit wiederholt mit der gleichen Referenz konfrontiert: Wegen ihrer vielen Gesangsharmonien wurden sie als die Beach Boys des Punkrock gehandelt, ihr achtes Album wirkt dem nicht entgegen. Bei der Band um Sänger Marty Gregori scheint die Sonne, auch die Harmonien sind natürlich da und die Songs ergeben eine gute Platte für müde Tage im Park, am Strand oder auf der Dachterrasse. Lieder wie "Under The Moon", "Cloud Ate" oder "Canned From The Food Drive" sind zwar ziemlich seicht und durchschaubar, dafür aber äußerst eingängig. Ein unverschämt charmanter Hit ist "Going Out Of Style In Style", der mit Aussagen wie „I’d rather see what’s on TV“ oder „Doing less is my style“ die Quintessenz des Albums abbildet. In weiten Teilen ist "Too Old To Die Young" recht schrullig: Der Flanger etwa, der im C-Teil von "Antisocial Inactivism" über den Gesang gelegt wird, klingt, als hätte jemand den Effekt irgendwo am Computer entdeckt und ihn unbedingt mal ausprobieren wollen. Hier und da gibt es schiefe Melodien, "Cloud Ate" und "A Hot Comedy" beginnen jeweils mit einem kontextfreien Gniedelriff und "Forget" endet mit einem Outtake aus dem Studio. "Warren’s Song Pt. 29" hingegen beginnt und endet mit Hardcore-Geschrei, verwandelt sich dazwischen aber in einen zurückgelehnten Pop-Rock-Schunkler mit Country-Vibe. Am Ende des Songs müssen Bracket über sich selbst lachen. Das ist alles wirklich sonderbar – gibt in seiner Nachlässigkeit "Too Old To Die Young" aber das letzte Quantum Slacker-Charme, das es braucht.

Bewertung: 7/12

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