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0 Autor: Gerrit Köppl

Code Orange - The Hurt Will Go On (EP)

The Hurt Will Go On (EP)

"The Hurt Will Go On" ist Code Oranges kurzes Statement in Sachen Weiterentwicklung. Ihr knallharter Hardcore streift sich Industrial-Quarzsandhandschuhe über. Unterstützung bekommen sie von Corey Taylor.

Der leiht der Band seine Stimme für "The Hunt", einem von zwei neuen Tracks, die die knapp zehnminütige EP bereithält. Der Slipknot- und Stone-Sour-Frontmann hat lange nicht mehr so furchteinflößend gegrunzt wie hier – zähnebleckend und höllisch tief. Schlagzeuger und Sänger Jami Morgan trägt seinen Teil dazu bei, nicht nur stimmlich, sondern vor allem mit heftigem Blechtonnen-Beat: Was hier perkussiv passiert, hat etwas Animalisches, das ohnehin wuchtige Schlagzeug klingt mit metallischen Sampling- und Computer-Sounds im Mix noch mächtiger als bisher. Nach einem Breakdown legt sich Neuzugang Dominic Landolina am Synthesizer ins Zeug. Mit stotternden, übersteuerten und dissonanten Leads donnert das Code-Orange-Gewitter noch apokalyptischer. Auch Gitarristin Reba Meyers befördert ihr Spiel mit kaputten Glitch-Effekten auf ein neues Level. Im zweiten neuen Song "3 Knives" knüppelt die Band aus Pittsburgh etwas geradliniger. Für den EP-Titel stiftenden Remix "The Hurt Will Go On" geht sie den Industrial-Pfad aber zu Ende: Gitarrist und Sänger Eric Balderose alias Shade hat aus "Hurt Goes On" von ihrem aktuellen Album "Forever" ein komplett elektronisches Stück gemacht, in dem stockdunkler Ambient mit dämonischem Vocoder-Gesang in wabernden Dub mit vertracktem Elektro-Beat-Teppich übergeht. Bei vielen Bands ist so ein „Remix“ nur ein halbgares Experiment, das hier klingt aber, als könnte es richtungsweisend werden. Keine Sorge: Moshen kann man dazu mindestens genauso gut.

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