Zur mobilen Seite wechseln

Zig Zags - They'll Never Take Us Alive

They'll Never Take Us Alive

Zig Zags stapeln Riff auf Riff auf Riff und erinnern dabei charmant an alte Helden und deren Frühwerke.

"Punk Fucking Metal" – so lautet der Titel des erstens Songs auf "They’ll Never Take Us Alive". Die Zig Zags spielen direkt mit offenen Karten. Sie wissen, was sie wollen und wie sie klingen. Ihr Weg bis hier war nicht immer leicht, zwischendurch wirkte es, als sei die Band weg vom Fenster. Die Bilanz verrät, dass das Trio in den vergangenen acht Jahren sieben Singles und mit dem vorliegenden drei Alben aufgenommen, dabei aber drei Bassisten und zwei Schlagzeuger verschlissen hat. Die einzige Konstante: Sänger und Gitarrist Jed Maheu. Ihm zur Seite steht nun der frühere Zig-Zags-Tontechniker Sean Hoffman am Bass, während am Schlagzeug Dan Arnold sitzt, der bereits in vier anderen Metal-Bands sowohl gesungen als auch Gitarre gespielt hat. Gemeinsam sind sie eine Macht – auf Platte und live. In England würdeman sagen: „They are ripping!“ Das tun sie mit Rasanz und rumpeln durch zehn Songs, die erneut Früh-80er-Thrash mit Punk-Attitüde und dem Motörhead'schen Verständnis von Rock’n’Roll verbinden, verpackt in eine Garage-Rock-Produktion. Die drei großen „M“ stehen deutlich Pate: neben Motörhead natürlich Metallica und Megadeth. Schön trocken und brutal. Stilistische Überraschungen gibt es im letzten Drittel, wenn der Titeltrack sich unverfroren bei "(I’m) Stranded" der australischen Punks The Saints bedient und einen Synthesizer einbezieht. "Nothing To Do" wiederum lässt sich anderthalb Minuten Zeit für sein Intro, um dann zu einem Song zu mutieren, der eindeutig Greg Sage und den Wipers Tribut zollt. Die Zig Zags: coole Typen mit den richtigen Vorbildern.

Bewertung: 8/12

Bitte einloggen, wenn du diese Platte bewerten möchtest.

Bitte einloggen, wenn du diese Platte kommentieren möchtest.