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Warish - Warish

Warish
  • VÖ: 01.02.2019
  • Label: Riding Easy / Cargo
  • Erschienen in: VISIONS Nr. 312

Pro-Skater Riley Hawk hat eine weitere Band gegründet. Mit der spielt er primitiven Punk mit Proto-Metal-Schlagseite.

Dass er ein talentierter Skater werden würde, das war eigentlich vorherbestimmt. Immerhin ist Riley der Sohn des ewigen Skate-Champions Tony Hawk. Der ist zwar musik-affin, aber eine Band hat er nie gegründet. Riley wiederum schon. Zunächst Petyr, eine Band, in der er seine Liebe zu obskurem Heavy Rock der 70er und dem Jam-Rock der San-Diego-Schule auslebt. Zwei Alben und eine EP sind mit Petyr in den vergangenen zwei Jahren entstanden. Jetzt war Hawk und Schlagzeuger Bruce McDonnell jedoch danach, eine weitere Band zu gründen. Hawk wollte „simplere Riffs und eine spaßige Live-Show, etwas mehr Punk, ein wenig Grunge und irgendwie bösartig“. Das Ergebnis sind Warish. Das Trio existiert seit etwa einem Jahr, in dem es diese selbstbetitelte EP aufgenommen hat, deren fünf Songs als Download oder Seven-Inch erscheinen. Immer noch gibt es Riffs wie beim primitiven Proto-Metal, aber Riley spart sich das Gegniedel und etwaige Solo-Eskapaden. Das räudige Gerumpel bezieht sich eher auf das Debüt von Nirvana und die Melvins Ende der 80er/Anfang der 90er. Außerdem verfremdet Riley seine Stimme mit irgendwelchen Verzerrern oder so, jedenfalls klingt er nach einem Punk aus dem Kellerloch. Wer will, der kann da die Misfits heraushören, Warish würde das gefallen. Naheliegender sind die artverwandten Zig Zags, die seit einigen Jahren genau so einen Sound machen, wie man ihn in diesen fünf Songs in nur elf Minuten hören kann. Als EP ist das kurzweilig, auf Albumlänge sind Petyr sicherlich die spannendere Band.

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