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0 Autor: Alana Vandekerkhof

Green Lung - Woodland Rites

Woodland Rites

Raus aus der Zivilisation, rein in die Tiefen eines mysteriösen Waldes: Auf "Woodland Rites" lassen Green Lung das moderne Zeitalter hinter sich und beschwören mit ritualistischem Proto-Metal die Geister eines vergangenen Jahrzehnts herauf.

Ruhiges Vogelgezwitscher und sanftes Gitarrenspiel – eine atmosphärische Klang-Idylle, über der sich plötzlich ein lautes Doom-Gewitter breit macht. So zeigt sich "Initiation", der Opener des Debüts des britischen Quintetts Green Lung – und macht damit direkt klar, dass es sich hierbei nicht um meditative Entspannungsmusik handelt. Stattdessen dreht sich auf der Platte mit dem naturnahen Namen alles um düstere Instrumental-Welten, harte Riffs und bewusstseinserweiternde Sounds. Mit akzentuiertem Schlagzeug und intensiven Gitarrensolos rufen Green Lung im Titeltrack den fuzzigen 70s-Sound von Black Sabbath herbei, um den im folgenden "Let The Devil In" mit einer Mantra-artigen Klangabfolge anzureichern und so in die psychedelischen Welten der frühen Uriah Heep oder Uncle Acid & The Deadbeats zu entführen. In die dunkleren Gefilde der menschlichen Vorstellungskraft wagen sich dagegen "The Ritual Tree" und "Templar Dawn", in denen die fünf Briten ihre Soundexplosionen aus tief gestimmten Gitarren und dem Gesang eines etwas weniger nasalen Ozzy Osbournes mit unheimlicher Orgelmusik und einem gregorianischen Choral kombinieren. Ruhiger wird es im abschließenden "Into The Wild", das sich gelassen durch klassische Blues-Riffs groovt. „I’m gonna sit back and watch the world burn“, singt Tom Templar da – und beim Sound von Green Lung setzen sich sicher nicht nur Naturburschen gern dazu.

Bewertung: 9/12

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