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Volcano - The Island

The Island

B-Movie-Trip in den psychedelischen Afrobeat-Dschungel: Diese Supergroup der Jam-Rock-Szene San Diegos stellt allerhand Percussion vor die Gitarrenverstärker.

2018 hatten Volcano auf dem Roadburn Festival einen ihrer seltenen Auftritte. Selten, weil die fünf Musiker sich nicht so leicht zusammenbringen lassen. Gut, dass auf dem Roadburn mit Joy und Harsh Toke zwei der Bands, in denen die Musiker sonst spielen, zugegen waren und obendrein noch Mario Rubalcaba von Earthless für zusätzliches Getrommel eingesprungen ist. Mit "The Island" erscheint nun das Debüt des Jam-Kollektivs. Als Vorbild hat vor allem der Afrobeat von Fela Kuti gedient. Doch wo Kuti in seinen Texten häufig politische Kommentare lieferte, erzählen Volcano eine B-Movie-Story über eine Insel, die von Kannibalen beherrscht und einem Vulkan dominiert wird. Allein die Songtitel lesen sich wie eine Zusammenfassung: "Naked Prey", "The Island", "No Evil Know Demon", "Eruption", "Skewered" und "10,000 Screaming Souls". Spaß muss sein. Harsh-Toke-Frontmann Gabe Messer ist der Erzähler, der diese mit Wahnsinn, Übermut und weit aufgerissenen Augen herausblafft. Gemeinsam werfen sich alle in die Stammesgesänge. Polyrhythmische Percussion füllt jede Lücke in den langen Songs, was die Sache ungemein tanzbar macht. Das dreht dann mal so frei wie in einem Jam der altehrwürdigen Can und versprüht die Spielfreude von Santanas Woodstock-Auftritt. Zach Oakley, sonst Gitarrist bei Joy, erläutert es folgendermaßen: „Es liegt an unserem Schlagzeuger, meinem Bruder Matt, der zurück in die Stadt gezogen ist. Er ist ein krankhaft talentierter Musiker – und es macht Spaß, endlich ein richtiges Projekt mit ihm zu haben.“ Das hört man.

Bewertung: 8/12

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