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0 Autor: André Bosse

New Order - Movement Definitive Edition (Boxset)

Movement Definitive Edition (Boxset)

Das bahnbrechende New Order-Debüt im Gesamtpaket mit Demos und Live-DVD.

Neuer Trend im Reissue-Land: "Definitive Editions". Heißt: Alles, was dazu gehört, wird rausgehauen. Zuletzt erschien John Lennons "Imagine" als solches Paket, jetzt ist "Movement" von New Order dran. Es ist die erste LP der Band von 1981, die damals nach dem Selbstmord ihres Sängers den Namen Joy Division ablegte und neu startete, mit Bernard Sumner am Gesang, damals noch scheu, aber mit genau der Stimme, die diesen frühen New-Order-Sound so bestechend macht. Die Musik klingt nun, als ginge die Sonne über Manchester auf, als habe diese gebeutelte Stadt nur darauf gewartet, dass die tanzbereiten 80er den Mief der 70er hinwegfegen. Jedoch war die Wahl Sumners nicht eindeutig, auch Bassist Peter Hook probierte sich als Sänger, insbesondere auf "Dreams Never End", dem wichtigsten Song der frühen New Order – ein Brückenstück zu Joy Division, aber bereits treibender und auf den Strukturen der elektronischen Musik aufbauend. In der Box liegt neben dem Originalalbum (als LP und CD) sowie einer DVD mit Live- und TV-Clips auch eine CD mit Demos. "Dreams Never End" hört man hier in zwei Ur-Versionen, einmal noch langsam und düster, einmal bereits aufgeklart. Ebenfalls zu hören sind frühe Versionen der Singles "Ceremony" und "Temptation", die damals nicht auf dem Album waren und auch im Zuge dieser Kampagne einzeln wiederveröffentlicht werden. Das ist – will man diese frühe New-Order-Zeit mit der "Movement"-Box definitiv abbilden – natürlich Unfug und zeigt, dass New Order mit ihrer Reissue-Politik etwas zu offensichtlich darauf aus sind, ihren Fans das Geld aus der Tasche zu locken.

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