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0 Autor: Toby Schaper

Demon Head - Hellfire Ocean Void

Hellfire Ocean Void

Glenn Danzig könnte stolz sein: Stimmungsvoller Okkult Rock aus Dänemark, wenig diabolisch, dafür oftmals wild-romantisch.

Demon, Demon Eye, Night Demon, Daemon, Demon Child, Demon Head... – das Dämonische wird im Metal ungebrochen gerne in Bandnamen verbaut. Demon Head aus Kopenhagen sind auch sonst nicht um dunkelmagischen Hokuspokus verlegen, allerdings fehlt ihnen das glaubhaft Besessene von artverwandten Bands wie In Solitude oder The Devil's Blood. Das geht naturgemäß etwas zu Lasten der Intensität, Demon Head spielen eher gediegenen Easy-Listening-Okkultrock, eine Art „In Solitude light“, artverwandt mit den tollen Schweden Year Of The Goat. In seiner Rotwein-Romantik erinnert "Hellfire Ocean Void" auch an die Hochzeiten von Danzig oder The Cult, gerade weil Sänger Ferreira Larsen wie eine Mischung aus Glenn Danzig und Ian Astbury klingt, leider ohne deren schamanisches Charisma. Auch Type O Negative zu "October Rust"-Zeiten sind atmosphärisch nicht weit, statt deren Schwere gibt es hier aber leichtfüßige Lead-Gitarren-Salven im Geiste von Roky Erikson & The Aliens. Alles verpackt in eine akribisch durchkomponierte Platte, vom gespenstischen Intro "Rumors", über den treibenden Opener "The Night Is Yours" und den Gothicrockenden Quasi-Titelsong "Flaming Sea", den sakralen Ruhepol "Labyrinth" bis zur ausufernden Psychedelik des Finales "Mercury & Sulphur". Ein Bisschen mehr Varianz und originellere Melodieführung würde man sich beim Gesang wünschen, der Doom des brillanten Vorgängers "Thunder On The Fields" ist leider auch etwas zurückgetreten, das ändert aber nichts daran, dass Freunde dunklen Hardrocks hiermit sehr gemütliche Abende verbringen können.

Bewertung: 7/12

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