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0 Autor: Martin Iordanidis

A Pale Horse Named Death - When The World Becomes Undone

When The World Becomes Undone

Dieses Geräusch. Da ist es schon wieder. Irgendetwas zwischen fallenden Luftminen, abrutschenden Steilhängen und der Sekunde vor einem LKW-Unfall. Meeeeowww!

Seine monströsen Griffbrett-Slides hat Sänger und Gitarrist Sal Abruscato von den verblichenen Type O Negative mitgebracht. Was er als deren früherer Schlagzeuger auch darf. "When The World Becomes Undone" nutzt diese Audio-Handelsmarke inzwischen so inflationär, dass man ein bisschen darüber lachen muss. Für den bittersüßen Goth Metal der Brooklyn Lords Of Doom ist gelegentliches Grinsen keine schlechte Ausgangslage. Denn ihr Metal bewegt sich stilsicher zwischen lichten und sehr dunklen Momenten. "Fell In My Hole" nutzt dafür tiefer gelegten Grunge, der sich beim nicht-hedonistischen Hardrock bedient – die gleiche Alchemie nutzen Alice In Chains. Mit ihren finsteren Operetten im Trott-Tempo haben A Pale Horse Named Death eine eigene Nische gefunden, in der sie immer selbstbewusster agieren. Das merkt man an der Selbstverständlichkeit, mit der die Band in "Closure" fast vier Minuten lang Friedhofsglocken, Sirenen und eine Totenorgel sendet. "Succumbing To The Event Horizon" lässt die Riffs für einige Minuten ganz schweigen, stattdessen kullern die beiden weiteren Gitarristen Eddie Heedles und Joe Taylor zu einem ozeanischen Synthesizer über ihre Effektgeräte. Den Rest der musikalischen Bildung beziehen Abruscato und Kollegen neben ihren eigenen Hardcore-Wurzeln bei den späten (und bombastisch produzierten) Black Sabbath. Den passenden Sound für dieses nasskalte Universum hat Maor Appelbaum besorgt, der nach Faith No More und Sepultura endlich die dicksten Griffbrett-Slides der Welt mastern durfte. Meeeeowww!

Bewertung: 8/12

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