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0 Autor: Martin Burger

Cave In - Live At Roadburn 2018

Live At Roadburn 2018

Ein einmaliges Ereignis in unbeschreiblicher Atmosphäre als Tonaufzeichnung für den besten aller guten Zwecke: Cave In ehren eine bleibende Leerstelle.

Am 21. April dieses Jahres spielten Stephen Brodsky und Adam McGrath in Tilburg ein halbakustisches Set in Gedenken an Caleb Scofield. Weniger als einen Monat zuvor war der Bassist von Cave In bei einem Autounfall umgekommen, woraufhin Roadburn-Chef Walter Hoeijmakers auf Bitten der Band eine Position im traditionell aus allen Nähten platzenden Festivalprogramm freiräumte. Brodsky war ohnehin mit seiner Comedy-Metal-Band Mutoid Man vor Ort, McGrath seinerseits als Livemusiker bei Wear Your Wounds. Wer alle drei Auftritte gesehen hatte, konnte sich angesichts der grundverschiedenen Stimmungen kaum ausmalen, was in den Köpfen der beiden vorgegangen sein muss, während sie sich im wunderbar ausgebauten Dachstuhl des Het Patronaat gegenüberstanden – ein dem Anlass angemessener Ort. Die musikalischen Qualitäten der Protagonisten sind unbestritten, fast alle Schaffensphasen der Band werden berührt, die acht Songs umfassende Tracklist des Albums entspricht dem chronologischen Verlauf abzüglich der beiden Coverversionen – vermutlich fehlen die Versionen von Scofields Lieblingssongs "Harvest Moon" (Neil Young) und "Nothin’" (Townes Van Zandt) wegen Rechtsfragen. Das fällt aber nicht weiter ins Gewicht, denn dank Smartphone-Ära steht ein offizieller Videomitschnitt im Netz. Viel wichtiger als all das: Alle Erlöse aus dem Verkauf gehen an Scofields Witwe und seine zwei Kinder. Sicher gibt es berechtigte Vorbehalte und stichhaltige Argumente gegen Live-Alben, die sind hier aber alle stumm gestellt. Also bitte: zugreifen.

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