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0 Autor: Ingo Scheel

Pablo Matisse - Wasting Light

Wasting Light

Nennen wir das Kind beim Namen: Supergroup. Supersongs. Mehr davon und zwar zackig!

Wer sich immer mal wieder gefragt hat, ob das außerweltliche "Ode To Isis" auf Trail Of Deads "Worlds Apart" jemals Konkurrenz bekommen würde, dem könnten beim nüchtern betitelten "Intro" von Pablo Matisse auf angenehme Art die Ohren bluten. Vielleicht nicht ganz das schlagkräftige Drama, aber dennoch eine ähnlich gelagerte, 90 Sekunden lange Mobilmachung, ein orgiastisches Rühren, Drängen, Schieben, voll auf die Zwölf, abgeschlossen mit einem unmissverständlichen „This is what you get“. Und das bekommt man: Zunächst einmal einiges an bekannten Namen; hier sind neben Mikael Björklund und Samuel Järpvik von Affordable Hybrid auch Ian Person, ehemals Gitarrist bei The Soundtrack Of Our Lives, und Sänger Per Stålberg von Division Of Laura Lee im Aufgebot. Der Sound, den man sich da so beim Lesen der Namen im Geiste vorstellt, wird sogar noch übererfüllt. "Rise" ist ein muskulöses Stück Midtempo-Hardcore mit vielstimmigen Shouts, "Wasting Light" klingt wie ein Hybrid aus Sex Pistols und frühen Fireside, euphorisch nach vorn getrieben. In nicht einmal zwei Minuten zudem noch ein Classic-Rock-Solo Marke Brian May passgenau einzufügen, muss man auch erstmal bringen. "Crooked Teeth" bollert zwischen AC4 und Off!, der Rausschmeißer "How We Act" schließlich führt die biografischen Fäden der Beteiligten zusammen. Es ist dieser typisch skandinavische Mix aus rotziger Härte und mittsommernächtlicher Melancholie, feinziselierter Schweinerock für Experten, zu dem auch Fans der Hellacopters und der Peepshows ihr Glas erheben werden. Einziger Minuspunkt: Viel zu kurz.

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