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0 Autor: Vivien Stellmach

Good Charlotte - Generation Rx

Generation Rx

Good Charlotte lassen mit "Generation Rx" den dunklen Emopunk ihrer Anfangstage wieder aufleben – gut so!

Bevor Good Charlotte 2004 ihr drittes Album "The Chronicles Of Life And Death" veröffentlichten, konnte man sich die Band aus Maryland zwischen Schule und Skatepark gut anhören. Songs wie "I Just Wanna Live", "Girls & Boys" und "The Anthem" kannte jeder und mochte jeder, der etwas mit Bands wie Green Day und Blink-182 anfangen konnte. Dann verloren Good Charlotte ihre freche Rotzlöffel-Attitüde aber an den Pop, veröffentlichten unnötig platt produzierte und aufgeblasene Platten und verabschiedeten sich von 2011 bis 2015 in eine Pause. "Generation Rx" ist nach "Youth Authority" von 2016 nun ihr zweiter Versuch, wieder ganz vorne im Emo-Punk-Geschäft mitzumischen. Das gelingt ihnen viel besser als vor zwei Jahren, auch wenn es hier erneut Ausfälle zu beklagen gibt. Aber wirklich unangenehm sind neben "Actual Pain", das sich irgendwo zwischen Sum 41 und Enter Shikari verläuft, nur die empfindliche Powerpop-Ballade "Cold Song" und der Rausschmeißer "California (The Way I Say I Love You)", der verzweifelt versucht, für ein bisschen Leichtigkeit und Hoffnung zu sorgen: „Remember that you’re happy/ Don’t forget to take it easy“. Das mit der guten Laune müssen Good Charlotte nochmal üben, viel besser gelingen ihnen Songs wie "Self Help" und "Shadow Boxer". Die klingen düster und punkig und handeln in ihren Texten von wichtigen Themen wie Depressionen und Selbstliebe. Damit sprechen Good Charlotte zwar weiterhin in erster Linie traurige Emo-Teenager an, die sich unglücklich verliebt in ihre erste Identitätskrise steigern, aber ohne dass einem die gleichen Songs als Erwachsener gleich peinlich sein müssten.

Bewertung: 7/12

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