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0 Autor: Florian Zandt

Mewithoutyou - [Untitled]

[Untitled]

Zwei gleichnamige Veröffentlichungen, zwei musikalische Schwerpunkte, eine Erkenntnis: Aus dem experimentellen Post-Hardcore sind Mewithoutyou nicht wegzudenken.

Diesen Beweis tritt die Band schon mit "Bethlehem, WV" an, dem ersten Song ihrer neuen EP. Der verknüpft verhallte Dreampop- Gitarren mit Akustikeinsprengseln und hymnischen Backgroundchören. Dazwischen gibt Sänger Aaron Weiss mit melodischem Sprechgesang den Weg vor, den die Band auf den restlichen sechs Songs entlangstapft – mit Ergänzungen. Dazu gehören etwa die verträumten Shoegaze-Flächen auf "Dirty Air" oder das pulsierende, an einen Mix aus The National und Pianos Become The Teeth erinnernde "August 6th". Wo die EP noch auf einer angeschwurbelten, akustisch unterfütterten Note endet, stößt ihr Album-Pendant direkt mit dem böse funkelnden "927a.m., 7_29" die Krachkammer auf. Darin beschwören Mewithoutyou sowohl schimmernde Gitarrenflächen als auch dissonante Noise-Frickeleien zwischen Brand New und Single Mothers herauf, die Weiss mal mit kratzigem Geschrei, mal mit hypnotisch verklärtem Klargesang untermalt. In "Another Head For Hydra" schaben die Gitarristen Mike Weiss und Brandon Beaver abwechselnd solange auf ihren Saiten herum, bis Aaron den Song mit hypnotischem Gesang an sich reißt. "[dormouse sighs]" schiebt Zeilen wie „Fire in the flood/ There’s power in the blood“ zwischen schleppendes Tomtom-Spiel. Und wenn sich der Kreis mit dem wabernden, von Akustikgitarren und Keyboardflächen geprägten "Break On Through (To The Other Side) [Pt. Two]" schließt, ist klar, dass Fans von Post-Hardcore mit Schuss auch um das siebte Album von Mewithoutyou nur schwer herumkommen.

Bewertung: 8/12
Leserbewertung: 9.0/12

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