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Saves The Day - 9

9
  • VÖ: 26.10.2018
  • Label: Equal Vision / Rude
  • Erschienen in: VISIONS Nr. 308

Saves The Day feiern sich selbst und was es bedeutet, in dieser Band zu sein. Ein spielfreudiges, selbstreferenzielles Album mit epischem Finale.

Für Frontmann Chris Conley fing alles 1994 in New Jersey mit der Band Sefler an. Die nannte er irgendwann Saves The Day und veröffentlichte 1998 das stark von Lifetime geprägte Debüt "Can’t Slow Down". Es folgen sieben Alben, die von Emocore über Pop-Punk, Power-Pop und Indierock bis Post-Hardcore eine lange Reise machen, die das neunte Album – treffend "9" betitelt – subsummiert. Viele Mitstreiter hat Conley über zwei Dekaden verschlissen, doch Gitarrist (und Album-Produzent) Arun Bali und Bassist Rodrigo Palma stehen ihm immerhin seit 2009 zur Seite, Schlagzeuger Dennis Wilson seit 2013. Das alles soll hier erwähnt werden, weil es die Basis von "9" ist, in dem Conley von den Anfängen singt ("Saves The Day"), vom Auf-der-Straße-sein ("Suzuki") oder davon, dass man auf Tour manchmal vergisst, in welchem Land man gerade eigentlich auf der Bühne steht ("It’s Such A Beautiful World"), während er in Rendevouz europäische Tour-Erinnerungen zum Besten gibt. Das nimmt etwa 23 Minuten ein, ist knackig, eingängig und nostalgisch, und Bali variiert sein Gitarrenspiel so breit er kann: Power-Chords, Country-Licks, Shoegaze-Flächen, Solos, Picking. Und dann kommt es noch mal ganz dicke, denn "29" fasst das alles zusammen, auch textlich – und gönnt sich dafür satte 21 Minuten und 30 Sekunden. Das hat dann etwas von NOFX' "The Decline" oder den Green-Day-Epen "Jesus Of Suburbia" und "Homecoming". Conley sagt: „Ich war nur ein Kind, das Glück hatte und in diesen verrückten Traum gezogen wurde. Und der hält an.“ Mit dieser Platte auf jeden Fall.

Bewertung: 8/12

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