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0 Autor: Stefan Reuter

Shvpes - Greater Than

Greater Than

Was Bruce Dickinson wohl dazu sagt, wie sich sein Sohn Griffin mit seiner Band zwischen Alternative, HipHop und Metal austobt? Viel wichtiger aber: Fühlen sich Letlive geschmeichelt oder beleidigt?

Über Shvpes lässt sich nicht sprechen, ohne einen der größten Metal-Sänger überhaupt zu erwähnen, schließlich steht dessen Nachwuchs hier am Mikro. Dickinson junior ist davon genervt, zumal sich seine Musik allenfalls für außerordentlich tolerante Kuttenträger eignet. Der Vergleich mit den 2017 aufgelösten Letlive ist dafür absolut unumgänglich. Nicht nur ist Dickinson erklärter Fan von Jason Butler, nein, er klingt stellenweise auch exakt wie er. Dafür, dass das eben seine Stimme ist, kann er nichts. Dass er aber wie sein Vorbild dynamisch zwischen Schreien, Raps und Gesang wechselt und so "Calloused Hands" und "Undertones" zu guten, modernen Rock-Songs macht, ist wirklich sein Verdienst. Seine Kollegen an den Instrumenten schaffen zwischen aggressiver Rhythmik und poppigen Tönen das perfekte Fundament. Was ihm dafür abgeht, ist der Furor von Butler, wodurch eine vermeintlich rebellische Hymne wie "Renegades" unscheinbar verpufft. Richtig unangenehm wird es, wenn sich "Two Wrongs, No Rights" nicht nur klanglich in ekelhaften Hip-Hop-Klischees verliert: „I look at her body like I’m looking at a piece of meat“, und „She might be bitchy, but she wants the beef“, rappt er da. Das ist auch nicht mit dem Mixtape-Charakter des Albums zu entschuldigen, der an anderer Stelle dafür sorgt, dass Trivium-Sänger Matthew K. Heafy über Trap-Snares brüllt. Vorerst zeigen sich Shvpes also durchwachsen, beim nächsten Mal dann vielleicht wirklich "Greater Than".

Bewertung: 6/12

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