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0 Autor: Daniel Thomas

We Were Promised Jetpacks - The More I Sleep The Less I Dream

The More I Sleep The Less I Dream

Mit "The More I Sleep The Less I Dream" versprechen We Were Promised Jetpacks (WWPJ) einen Schritt zurück zu ihren Wurzeln. Ein zweites Debüt ist ihnen trotzdem nicht gelungen.

Wenn man den Schotten eines nicht vorwerfen kann, dann, dass sie das Erfolgsrezept von "These Four Walls" abgemolken hätten. Der juvenile Esprit hat sich bereits mit dem zweiten Album "In The Pit Of The Stomach" in größeren Popambitionen verflüchtigt. Auf "Unravelling" zog dann auch der Sound nach. Seitdem haben WWPJ den Status einer unkonkreten Band, die nicht so recht weiß, auf welcher Hochzeit sie tanzen möchte. Für eine Indie-Band zu glatt, für Folkrock zu laut, für Alternative-Rock zu schwachbrüstig. Selbst wenn ihr viertes Album die Besinnung der inzwischen 30-Jährigen auf ihr zehn Jahre jüngeres Selbst beansprucht, bleiben WWPJ zerrissen in ihren Möglichkeiten. Dazu passend: die Konzepte von Selbstzweifel und Missverständnissen in den Texten. Sie hatten Songs für zwei Alben geschrieben – die, die nur auf Refrains und Eingängigkeit bedacht waren, wurden ausgesiebt, weil sie laut Band zu kalkuliert ausfielen. Was auf der Platte landete, sind die instinktiven, die sich dafür zu oft an einer recht kalkulierenden Soundpolitur abnutzen, obwohl der renommierte Indie-Produzent Jonathan Low Hand anlegte. Songs wie "Impossible" oder "Someone Else’s Problem" klingen, als würden sich Mumford And Sons an Foals-Stücken versuchen, im Positiven wie im Negativen. Dass sich typische Strukturen bedeckt halten und die Gitarren verspielt umher flirren, kommt dem Album zu gute. Verkraften muss man, dass die Erinnerung darunter leidet und eine immanente Schüchternheit mit den Sound-Ambitionen konkurriert.

Bewertung: 7/12
Leserbewertung: 7.0/12

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