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0 Autor: Martin Burger

Waxahatchee - Great Thunder (EP)

Great Thunder (EP)

Klavier, Akustikgitarre, Stimme: Katie Crutchfield haucht den Songs ihres einstigen Seitenprojekts Great Thunder neues Leben ein.

Vor rund fünf Jahren bezeichnete Crutchfield Great Thunder noch als ihre „andere Band“, dabei war das Duo aus ihr und Kevin Spencer von Swearin' wohl eher ein Sammelbecken für Ideen der abseitigen Art. Entsprechend zerfahren war die einzige LP "Groovy Kind Of Love" mit ihren 30 Tracks von der experimentellen Soundcollage bis zur A-cappella-Skizze. "Great Thunder", die Waxahatchee-EP, ist nun so ganz anderes als alles, was es in letzter Zeit von Crutchfield zu hören gab: zurückhaltender als ihr aktuelles Indierock-Album "Out In The Storm", noch spärlicher instrumentiert als die diesjährige Record-Store-Day-Single, auf der sie und Folkrocker Kevin Morby zwei Songs des großen Jason Molina (Songs: Ohia) coverten. Zurück zu den Wurzeln sollte "Great Thunder" gehen, sagt sie, als 2012 nur Vier-Spur-Rekorder und Gitarre ihr Gesellschaft leisteten am zugefrorenen Gewässer in Alabama, nach dem sie ihre musikalische Identität benannte. Besser ausproduziert als das Debüt "American Weekend" und das Gegenteil von winterlich-isoliert ist es sicherlich, was Crutchfield aus vier Stücken von "Groovy Kind Of Love" und zwei liegengebliebenen Demos erarbeitete: Die Single "Chapel Of Pines" profitiert von ihrer neuen, zweistimmigen Melodie, der Schluss "Takes So Much" schaufelt die Synthies des Originals beiseite und legt so einen wunderbaren Refrain offen. Heutzutage sind akustische Neuinterpretationen selten Offenbarungen, da bildet auch "Great Thunder" keine Ausnahme, aber immerhin weiß Crutchfield genau, wie sie ihre Musik interessant hält.

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