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0 Autor: Dirk Siepe

Mother Tongue - Mother Tongue

Mother Tongue
  • VÖ: 23.08.1994
  • Label: Sony
  • Erschienen in: VISIONS Nr. 29 - Schönheit der Ausgabe

Halluzinogene Klänge aus dem Süden der Staaten gehörten schon immer zu meinen Leibgerichten. Mother Tongue sind ein ganz besonderer Leckerbissen.

Große Rockmusik mit Schweiß, Herzblut, und allen übernehmenswerten Elementen aus den vergangenen drei Jahrzehnten Musikgeschichte. Garantiert live und bestimmt nicht immer nüchtern eingespielt. Sehr harmonisch produziert von Mario Caldato, mit dem gewissen Touch authentischem Probekeller-Flair, singen sie das Hohelied von Wah-Wah und Slideguitar. Die Muttersprache des Sängers ist leidenschaftlicher Blues, seine verdorbene Fuselröhre klingt wie vibrierendes Schleifpapier. Zwar ein älterer Hut, aber immer wieder schön, wie sie bei "The Seed" oder "So Afraid" den rauh-balladesken Parts gewaltige, vulkanartige Ausbrüche folgen lassen. Die preisverdächtigen "Fear Of Night" und "Broken" würden gar in die Beatclub-Spezial-Reihe vom WDR passen, welche den progressiven 70ern mit köstlich naiven Videos die gebührende Anerkennung zollt. "Venus Beach" driftet etwas ins Seichte ab und "Using Your Guns" klingt noch eine Spur triefender als die "Lonesome Town" der Cramps. Eigentlich braucht man nur die richtige Stimmung für diese ungehobelten Schmusesongs.

Leserbewertung: 11.0/12

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