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0 Autor: Vivien Stellmach

The Story So Far - Proper Dose

Proper Dose

Der emotional aufwühlende Pop-Punk von The Story So Far gehört zur besseren Sorte. Gut, dass die Band nichts an ihrem Songwriting geändert hat.

Vielleicht sind The Story So Far die Bad Religion des Pop-Punks. Zumindest, wenn es darum geht, wie neue Musik der Band aus Walnut Creek am besten klingen sollte: einfach so wie immer. Für The Story So Far heißt das: energiegeladen, wütend und irgendwie tröstend zugleich. "Proper Dose" ist ihr viertes Album, und es macht glücklicherweise wenig anders als seine Vorgänger. Im titelgebenden Opener springt das Schlagzeug auf und ab, Sänger Parker Cannon schreit zwischen dicke Gitarrenwände und nach weniger als zweieinhalb Minuten ist Schluss. "Keep It Up" gibt sich ähnlich kathartisch. "Out Of It" schlägt am Anfang fröhlichere Töne an, empfiehlt sich im Refrain aber als trotzige Mitsing-Hymne: „My appropriate opiate has me out of it/ I can’t believe you’re still upset/ Get over it and leave me alone“. Cannon schreit seinen Frust so dramatisch entschlossen heraus, als müsste er sich im nächsten Moment wieder entkräftet und heulend ins Bett schmeißen, weil er das mit der Liebe nicht auf die Reihe kriegt. "Take Me As You Please" ist danach tatsächlich ruhiger und sein Liebesleben scheint dem Sänger wirklich zuzusetzen, wenn er glaubt, dass sich „hazy“ gut auf „lazy“ reimt. Das restliche Album bleibt mit Songs wie "If I Fall" und "Growing On You" emotional genauso kaputt und gleichzeitig tröstend. Dafür ist Pop-Punk schließlich da, wenn er nicht gerade von Blink-182 kommt. Gut fürs Genre: The Story So Far klingen immer noch so, als würden sie ursprünglich aus dem melodischen Hardcore kommen. Harter Punk eins, weicher Pop null. So kann es weitergehen.

Bewertung: 8/12

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