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0 Autor: André Bosse

Paul Weller - True Meanings

True Meanings

Zum 60. gratuliert sich Paul Weller mit einem fantastischen und sehr nachdenklichen Folk-Album – und lässt sich dabei von großen Talenten helfen.

Die Solokarriere von Weller wirkt auf den ersten Blick wie ein langer und gemütlicher Fluss, doch bei genauem Hinsehen entdeckt man die Stromschnellen. Auf dem Vorgänger etwa hat der Brite viel probiert, manches gelang, einiges nicht. Bei aller Abenteuerlust: Es wird mal wieder Zeit für einen Klassiker. Hier ist er. Weller schenkt sich "True Meanings" nachträglich zu seinem 60. Geburtstag, und er hat sich überlegt, dass dieser Ehrentag ein guter Anlass für ein paar sehr introvertierte Lieder ist. Mit an Bord sind ein paar außergewöhnliche Talente: Connor O’Brien von Villagers schrieb den Text zum Opener "The Soul Searchers" und produzierte das Stück mit, Erland Cooper, Solo-Künstler und Gründer des Orkney-Heimatkunde-Kollektivs The Magnetic North, schrieb die Lyrics von gleich drei Stücken, darunter den Text der wunderbaren Hommage "Bowie", die eigentlich gar nicht von diesem handelt, mit ihrer feinen Melodie und dem tollen Text aber dennoch an die Brillanz des Unvergessenen erinnert. Die Strings hat Hannah Peel arrangiert, auch sie ist Teil von The Magnetic North und hat zuletzt eine grandiose Platte mit einer Art kosmischer Kirchenmusik eingespielt. Diese jungen Leute sind es, die Wellers Folk-Songs auf "True Meanings" so stark und berührend machen. Fürs Handwerk sind Veteranen wie Rod Argent von den Zombies oder UK-Folkies wie Bassist Danny Thompson und Martin Carthy verantwortlich. Jung trifft alt – und Weller ist mit 60 mittendrin. Die Rolle seines Lebens. Eine der besten Platten seines Lebens.

Bewertung: 9/12

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