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0 Autor: Dominik Rothe

Unearth - Extinction(s)

Extinction(s)

Vier Jahre haben Unearth sich seit "Watchers Of Rule" Zeit gelassen. Wer sich aufgrund der bislang längsten Kreativpause der Band ein paar Innovationen erhofft hat, wird von "Extinction(s)" allerdings enttäuscht.

Auch vierzehn Jahre nach "The Oncoming Storm" halten Unearth an der Formel fest, die sie bereits auf ihrer zweiten Platte etabliert hatten. Die Melodien in "Dust" oder "Cultivation Of Infection" sorgen für das ein oder andere Déjà-vu, die zwischen Metalcore-Breakdowns und schnellem Thrash pendelnden Gitarrenriffs ebenso. Selbstverständlich versteht die Band nach wie vor ihr Handwerk. Wer bei einem Song wie "King Of The Artic" nicht mindestens mit dem Kopf wippt, ist vermutlich taub oder klinisch tot. "One With The Sun" ist ebenso ein mächtiger Brecher, der auf der nächsten Tour sicherlich für einige Moshpits sorgen wird. Doch solche Highlights sind rar. Gleichzeitig haben Unearth musikalisch nichts zu sagen, was im Metalcore nicht schon vor zehn Jahren Standard war. Gleiches gilt für die Texte. Wenn Trevor Phipps in Survivalist fragt, „Will I be strong enough?/ To buy us more time/ Will I become just a fading memory?“, bedient er damit nur die im Metalcore üblichen Selbstzweifel-Klischees. Deshalb stellt sich beim Hören von "Extinction(s)" regelmäßig die Sinnfrage. Warum diese Platte auflegen, wenn es "The Oncoming Storm" gibt? Warum "Survivalist" hören, wenn "Giles" noch genauso viel Spaß macht wie 2008? Unearth klammern sich an Standards, die sie selbst einst gesetzt haben. Während sich die damalige Konkurrenz, etwa Devildriver und mit Abstrichen All That Remains, stetig weiterentwickelt hat, stagnieren Unearth mit "Extinction(s)" auf solidem Niveau.

Bewertung: 7/12
Leserbewertung: 7.0/12

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