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0 Autor: Arne Helms

Black Tusk - TCBT

TCBT

"TCBT – Taking Care Of Black Tusk": Vier Jahre nach dem Tod von Bassist Jonathan Athon kümmert sich das Trio aus Savannah, Georgia mit seinem sechsten Album um den Fortbestand der Band.

Den plötzlichen Tod eines Mitglieds zu verkraften, ist für viele Bands eine Zerreißprobe. Für Black Tusk war es das im November 2014 auch, als Athon an den Folgen eines schweren Motorradunfalls verstarb. Statt das Handtuch zu schmeißen, entschieden sich Andrew Fidler und James May ihre Band als Andenken an den verlorenen Freund aufrechtzuerhalten und setzten ihm mit dem posthumen "Pillars Of Ash" ein Denkmal, das die Band noch zusammen mit Athon aufgenommen hatte. Zwei Jahre nach der Veröffentlichung ist "TCBT" nun das erste Album ohne Athon und somit die erste Veröffentlichung mit Neu-Mitglied und Ex-Kylesa-Bassist Corey Barhorst. Den Albumtitel versteht das Trio als Kampfansage: Da weiterzumachen, wo sie vor dem Schicksalstag standen. Dass so ein krasser Einschnitt an einer eingespielten Band aber nicht spurlos vorbei geht, kann man hören. Zwar hatte Barhorst vier Jahre Zeit, sich einzuspielen, aber so ganz scheint die alte Chemie noch nicht da zu sein. Riffs und Stimmung in Songs wie "Closed Eye" oder "Lab Rat" sind zwar aggressiv wie eh und je, aber es fehlt der richtige Punch, sie dümpeln etwas uninspiriert vor sich hin. Erst im letzten Drittel nehmen Black Tusk etwa mit "Orange Red Dead" Fahrt auf und zeigen, was mit dem neuen Mann am Bass möglich ist. In seiner Trauer hat sich das Trio aber zunächst wieder in den Schatten von Savannah-Sludge-Größen wie Kylesa oder Baroness zurückgezogen und traut sich nur langsam und zaghaft wieder hervor.

Bewertung: 7/12

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