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0 Autor: Daniel Welsch

Black Peaks - All That Divides

All That Divides

Egal, wie heftig das Quartett aus Brighton leise und laute Momente aufeinanderprallen lässt, den größten Gegensatz ihres progressiven Alternative Rock bilden Melodie und Härte.

Wenn Will Gardner wie in "Across The Great Divide" mit seiner Stimme akrobatische Höchstleistungen vollbringt, sie aus den schrillen Höhen des Falsetts in die Untiefen des gutturalen Gesangs stürzen lässt, kann man kaum glauben, dass die Band aus Brighton es zunächst ohne den Sänger mit instrumentalem Mathrock versucht hatte. Damals noch unter dem Namen Shrine, nach der ersten EP "Closer To The Sun" mit Gardner folgte dann die Umbenennung. Zwar hört man diese Vergangenheit in den komplexen, rhythmisch vertrackten Arrangements auf "All That Divides", doch der wahre Star des zweiten Albums der Band aus Brighton bleibt Gardners vielseitiger Gesang. Und diese Vielseitigkeit ist für die neun Songs unabdingbar, schließlich lieben Black Peaks den Kontrast zwischen laut und leise, zwischen hart und zart. Dass ein Song von Anfang bis Ende ein Intensitätslevel hält, bleibt auf "All That Divides" die Ausnahme und gilt höchstens für das hektische "Eternal Light" sowie die Single "Electric Fires". Repräsentativer ist da "The Midnight Sun", das mit melodischem Alternative Rock beginnt, nach zweieinhalb Minuten in sich zusammenstürzt, um sich anschließend in einem ausschweifenden Post-Rock-Arrangement bis zur brüllenden Aggression zu steigern. Trotz solch brachialer Momente bleibt "All That Divides" ein sehr melodisches Album, weil Black Peaks im Vergleich zum Debüt "Statues" ihre Pop-Sensibilität noch einmal gesteigert haben und etwa "Aether" oder "Can’t Sleep" trotz rhythmischer Stolperfallen sofort ins Ohr gehen.

Bewertung: 8/12
Leserbewertung: 8.0/12

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