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0 Autor: Sascha Krüger

Snoop Dogg - Tha Doggfather

Tha Doggfather

Dummes Dilemma: Da wird man nicht müde zu betonen, daß dem Westcoast-Rap im Allgemeinen und dem G-Funk im Besonderen nicht gerade wenig Schuld am Ausverkauf des HipHops zukommt, und plötzlich muß man die neue Platte des Doggfathers aller bösen Buben rezensieren und reumütig eingestehen: Sie ist gut. Sie ist sogar richtig gut. Zwar kocht Snoop auch nur mit Wasser, benutzt also flockige Handclap-Beats, Vocoder-Stimmen, Soul-Vocals, gedoppelten Rap und all die Dinge, die ich am Westcoast-Rap eigentlich so unappetitlich finde, aber er macht es irgendwie anders als die breite Gangstamasse. Die ganze Platte wirkt völlig ungezwungen, verbreitet richtig gute Vibes, klingt streckenweise wie ein Hörspiel, und Snoops Skillz fließen gewohnt ultralässig von der Zunge. Doch die Qualität der Platte ist nicht allein sein Verdienst: Da sein Gönner Dre nach dem Ausstieg aus seinem eigenen Label Death Row als Produzent nicht mehr zur Verfügung stand, kann sich Suge Knight diesmal die Producer-Props einverleiben. Und auch die Gästeliste schmeckt nicht schlecht: Kurupt, LBC Crew, Teena Marie, Too Short, Tha Dogg Pound, Nate Dogg, Warren G., Dat Nigga Daz usf. Fazit: Ein äußerst schmackhaftes Westcoast-Süppchen.

Bewertung: 10/12

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