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Oh Sees - Smote Reverser

Smote Reverser

Hinter dem Death-Metal-Artwork verbirgt sich mehr von dem, wofür man Oh Sees liebt: Pychedelic-Garage-Prog-Rock, angetrieben von zwei Schlagzeugen und Orgel.

Es müsste jetzt ungefähr das 18. Album von Thee Oh Sees alias Oh Sees sein. Vor ziemlich genau einem Jahr erschien das famose "Orc", im November 2017 gab es dann noch ein Wiederhören mit Mastermind John Dwyer und Keyboarderin Brigid Dawson (plus Band, Bläsern und Streichern), die als OCS auf "Memory Of A Cut Off Head" progressiven, meist akustischen Folk spielten. "Smote Reverser" spinnt jetzt den roten Faden von "Orc" und dem Doppel "A Weird Exits"/"An Odd Entrances" weiter. Ein Schnellschuss ist das Album trotzdem nicht. Dwyer, der Pate von so produktiven Rockern wie Ty Segall und King Gizzards Stu Mackenzie, ist ein Arbeits- und Bühnentier. Auch "Smote Reverser" zeugt davon. Zwar ließ er sich assistieren, doch hat er sich erneut um Aufnahme, Produktion und Mix gekümmert, die Songs geschrieben und sie mit Gesang, Gitarre, Synthesizer, Sampler, Effekten, Mellotron, Wurlitzer, Percussion und „Marching Boots“ bearbeitet. Ein Bassist, zwei Schlagzeuger, ein weiterer Keyboarder und Dawson stehen ihm dabei zur Seite. In Verbund mit dem Cover musste man nach dem Hören der ersten wild-krachigen Auskopplung "Overthrown" zunächst noch befürchten, es handle sich tatsächlich um Dwyers ausgelebte Metal-Fantasien, reckt und streckt sich das Album auf Songlängen bis zu sechs, sieben und zwölf Minuten in allerhand Richtungen. Orgelbetonter 70s-Prog spielt dabei eine immer größere Rolle sowie jazzrockige Jams, psychedelische Dreamscapes und der Canterbury-Sound von einst. Simpler Garage Rock ist das jedenfalls nicht.

Bewertung: 8/12

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