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Big Ups - Two Parts Together

Two Parts Together
  • VÖ: 18.05.2018
  • Label:

Leserbewertung: 11.0/12

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Kommentare (1)

Avatar von schoofs schoofs 05.06.2018 | 22:30

Samstagabend in einer Bar, das dritte große Bier ist bestellt. Auf dem Weg zum Klo packt mich der Song und trägt mich durch die Nacht.
Genauer gesagt der Teil von Trying to love ab ca 01:22, wo der Sound zum grooven in den Keller hinuntersteigt. Ohrwurm könnte man sagen, ist mir aber zu negativ behaftet.
Das neue Album Two Parts Together hatte ich bis dahin etwa 4mal gehört. Big Ups sind einen Schritt weiter gegangen und haben einen echten Grower hingelegt. Post-Punk-Hardcore-Noise oder so ähnlich, aber auch melodisch.
Die Platte fängt mit selbstbetitelten Song an, der einen guten Eindruck von der kommenden Laut/Leise-Galaxie gibt. Der zweite Song In The Shade knüpft direkt am Laut an, packt und schüttelt dich drei Minuten lang. Dann besagtes Trying To Love, ein unglaublich intensiver Song, leise mit Geflüster, rumpelig wie eine Latrine und wütendes Geschrei. Weiter kurze Punksongs und Soundcollagen. Die Single Fear spielt in der gleichen Liga wie Trying To Love, erinnert zwischendurch an gutes, altes Sonic Youth-Getöse. Tell Them ist wieder kurz und knackig, hier ein kleiner Wermutstropfen: der Sprechgesang in der Mitte des Songs ist deplatziert und etwas albern. Deshalb einen Punkt Abzug. Und vielleicht, weil die Platte gerade 30 Minuten lang ist. Am Ende nimmt dich Imaginary Dog Walker noch einmal mit in die neue Big Ups- Sphäre. Eine tolle Weiterentwicklung der Band aus Brooklyn, die jetzt schon gespannt auf mehr und live macht.

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