Zur mobilen Seite wechseln
0 Autor: Vivien Stellmach

State Champs - Living Proof

Living Proof

State Champs machen da weiter, wo The Wonder Years vor zwei Monaten aufgehört haben: Pop-Punk einigermaßen über Wasser zu halten.

In den vergangenen acht Jahren haben State Champs aus Albany, New York die amerikanische Pop-Punk-Szene mit zwei Alben und einigen EPs mitgestaltet: Ihr energiegeladener Sound orientierte sich an Vorzeigebands wie The Story So Far und New Found Glory, kam aber mit weniger Elementen aus Post-Hardcore und Punk zurecht. Zusammen mit The Wonder Years, die zuletzt im April das düstere Album "Sister Cities" veröffentlichten, haben State Champs das Genre auf links gedreht und um ein paar gute, einigermaßen komplexe Songs bereichert. Auf ihrem dritten Album "Living Proof" setzt die Band nun auf einen möglichst bombastischen Sound und Sänger Derek DiScanios charakteristisch hohe Stimme: Die Songs heißen "Criminal", "Frozen" und "Crystal Ball", sie klingen so emotional, verzweifelt und trotzig, dass sich jeder Teenager mit den klassischen Coming-of-age-Problemen sofort verstanden fühlt. Dafür ist Pop-Punk immer gut und den State Champs gelingt es sogar, einigermaßen abwechslungsreich zu bleiben. "The Fix Up" etwa bricht nicht übermotiviert aus, sondern lehnt sich mit verschränkten Armen und bockiger Miene zurück. "Time Machine" ist eine kitschig-dramatische Piano-Ballade, auf die "Living Proof" zwar gut hätte verzichten können, die aber zeigt, dass State Champs nicht nur aufgeblasene Hymnen schreiben können. Besonders anspruchsvoll klingt das alles nicht, aber darum geht es im Pop-Punk ja auch nicht. Hauptsache, er gibt einem das Gefühl, nicht alleine zu sein. Für musikalische Komplexität sind andere Bands zuständig.

Bewertung: 6/12

Bitte einloggen, wenn du diese Platte bewerten möchtest.

Bitte einloggen, wenn du diese Platte kommentieren möchtest.