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0 Autor: Gerrit Köppl

The Sidekicks - Happiness Hours

Happiness Hours

Der Name ist Programm: The Sidekicks haben mit ihrer neuen Platte eine der bisher poppigsten und fröhlichsten Epitaph-Veröffentlichungen fertiggebracht. Und die kommt wirklich von ganzem Herzen.

Angefangen haben die Musiker aus Cleveland 2006 als aufsässige Highschool-Kids, auf ihrer ersten Platte "So Long, Soggy Dog" machen sie ruppigen Pop-Punk, bis zum dritten Werk "Awkward Breeds" entwickeln sich die nun jungen Erwachsenen als musikalische Geschwisterkinder von Joyce Manor zum Emopunk-Geheimtipp. Mit ihrem inzwischen fünften Album "Happiness Hours" sind The Sidekicks an einem Punkt angelangt, an dem sie andere Bands beneiden dürften: Sie sind gerade glücklich und zufrieden, und das buchstäblich als Sidekick im Portfolio eines riesigen Labels, das ihnen freie Hand lässt. Auf der Platte spielt die Band ihre Pop-Qualitäten voll aus, jeder Song versprüht eine liebenswürdige Einfachheit, besinnt sich ganz auf betörende Dur-Klänge und erweckt auch textlich nicht den Eindruck, als würde Frontmann Steve Ciolek darin erschütternde, negative Emotionen verbergen. Stattdessen erzählt er kleine Geschichten, die in ihrer Thematik passend zum Erwachsenwerden der Band Coming-of-age-Erzählungen sind, wie das schüchterne, jugendliche "Don’t Feel Like Dancing". Im Titeltrack analysiert er nostalgische Gefühle und Erinnerungen, so allgemein gehalten, dass sich jeder darin wiederfindet. Musikalisch gestaltet die Band das mit angezerrten, voluminösen Gitarren, beschwingten Beats und gelegentlichen Akustikpassagen aus, die bisweilen an The Smiths erinnern. Trotz Pop-Stempel kommt das Album mit nahbarer, sympathisch roher Produktion daher – das inspiriert zur guten Laune.

Bewertung: 9/12

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