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0 Autor: Matthias Möde

Listener - Being Empty : Being Filled

Being Empty : Being Filled
  • VÖ: 02.02.2018
  • Label: Sounds Of Subterrania/Cargo
  • Erschienen in: VISIONS Nr. 299

Post-Hardcore-Rap. Oder so. Being Empty : Being Filled, Listeners mit Worten vollgepacktes, lautes und fantastisches viertes Album wirft Genres über den Haufen.

Punkrock, Hardcore, Indie, Emo, HipHop, Hot Water Music, La Dispute und im Refrain sogar Rage Against The Machine – wo soll man anfangen, wenn einem beim Opener "Pent Up Genes" gleich so viele Verweise durch den Kopf schießen. Am besten am Anfang: 2003 veröffentlicht Dan Smith das Debütalbum "Whispermoon" seines Einmann-HipHop-Projekts Listener, das mit der Zeit zur Band wächst und spätestens 2009 mit dem Album "Return To Struggleville" eine ist, die nur noch in Ansätzen nach Rap klingt. Talk Music nennen Listener diese wahnsinnig gute Mischung, die auf ihrem vierten Album ein ganzes Stück lauter klingt als zuletzt. Gitarre, Bass und Schlagzeug begleiten nicht nur, sie drängen, riffen und wüten in den Vordergrund, am Ende von "Little Folded Fingers" steigern sie sich sogar zu einem Black-Metal-artigen Blastbeat. Die meiste Durchschlagskraft haben aber weiterhin die Texte von Smith, die er unermüdlich herausspuckt, singt und schreit. "Add Blue" etwa kommt auf 438 Wörter in 267 Sekunden, über 1,6 Wörter pro Sekunde (das schafft nicht mal La Disputes Jordan Dreyer). Die meisten Songs pendeln sich bei etwa fünf Minuten ein, sie erzählen Kurzgeschichten, zweifeln, machen weiter und werfen Fragen auf. "There’s Money In The Walls" beginnt mit melancholischem Post-Rock, hadert mit einem Neuanfang und dem Ende („There’s money in the walls of my heart/ And I left it there for you“), und geht in einem hymnenhaften Refrain auf, der neben ein Hot-Water-Music-Tattoo passt: „When you don’t go on, your song lives on“.

Bewertung: 10/12

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