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0 Autor: Martin Burger

Isis - Live VII

Live VII

Isis gibt es schon seit sieben Jahren nicht mehr, der fortschreitenden Historisierung ihrer Liveauftritte tut das aber keinen Abbruch. Wenn das Ergebnis immer so hochwertig ist wie "Live VII", kann das gerne so weitergehen.

Mittlerweile liegt das dritte Live-Dokument seit dem letzten Studioalbum "Wavering Radiant" vor. Enthalten ist das volle Konzert vom 25. Februar 2010 in Melbourne, also knapp vier Monate vor der Auflösung. Damals wussten Aaron Turner & Co. genau, wie sie ihre australischen Fans zufriedenstellen konnten. Bestens aufeinander eingespielt präsentieren sie "Wavering Radiant" fast in seiner Gesamtheit (Highlight: Eine gewaltige Version von "Ghost Note") und schieben dazwischen chronologisch verkehrt herum jeweils einen Song von jedem vorherigen Album. Besonders der Zugabenteil mit "Carry" und "Celestial (The Tower)", dem Quasi-Titelsong des Debüts, gerät zum Triumphzug, wie man an der Reaktion des Publikums merkt. Sympathisch: Im letzten Feedback bedankt sich Turner bei der Vorband Baroness. Die Abmischung hat der ehemalige Isis-Drummer Aaron Harris uneigennützig besorgt. Alle Instrumente halten sich die Waage und der Gesang tönt glasklar aus den Boxen. Das hat "Live VII" seinen sechs Vorgängern voraus, besonders die vierte Ausgabe leidet doch arg unter ihrer willkürlichen Zusammenstellung. Vergriffen sind übrigens alle der limitierten physischen Veröffentlichungen. Immerhin – ganz Service am Fan – stehen sie als Download auf Bandcamp zur Verfügung. Es ist sicher nur eine Frage der Zeit, wann "Live VIII" folgt. Wie wäre es dafür mit dem allerletzten Konzert der Band vom 23. Juni 2010 in Montréal – dort, wo ihre Live-Karriere auch 1997 begonnen hatte?

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