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0 Autor: Juliane Kehr

The Kooks - The Best Of... So Far

The Best Of... So Far

The Kooks veröffentlichen ihre Werkschau genau zur richtigen Jahreszeit, liefern aber auch den endgültigen Beweis dafür, dass das Debüt ihre mit Abstand beste Platte ist.

Acht der achtzehn Songs stammen von "Inside In/Inside Out". Zieht man außerdem die zwei neuen Songs ab, ist das bei vier Studioalben schon ein sehr klares Statement. War der Nachfolger "Konk" noch ein solides zweites Album mit Hits wie "Shine On", können die Songs des gesichtslosen "Junk Of The Heart" und die teils elektronisch aufgekratzten Dance-Experimente von "Listen" im direkten Vergleich nicht ansatzweise mit Klassikern wie "Naive" und "She Moves Her Own Way" mithalten. Die rau-kratzigen Off-Beat-Gitarren, der charmant-näselnde Gesang von Luke Pritchard mit seiner frech verschobenen Wortbetonung und überhaupt die Laissez-Faire-Haltung der ganzen Platte machten The Kooks 2006 mit "Inside In/Inside Out" zu der Indieband des Sommers. Die neuen Songs "Be Who You Are" und "Broken Vow" schaffen es nicht, an die leicht infantile Handclap-Stimmung dieses ersten Streichs anzuknüpfen und orientieren sich stark in Richtung Brit-Pop-Mainstream. Fraglich ist auch, ob man den nur mit der digitalen Version der Platte erhältlichen Dance-Remix von "Naive" braucht. Damit scheitern die Schulfreunde, denen das bloße Covern von The Strokesʼ "Reptilia" einst zu wenig war und sie sich deshalb kopfüber ins eigene Songwriting stürzten, am Dilemma eines Best-of-Albums: Es sollte nach Möglichkeit Singles von jeder erschienenen Platte enthalten. Gelöst haben sie das Problem auf die bestmögliche Art, um alle eventuellen Nostalgiepunkte abzustauben: "Iʼm not saying it was your fault/Although you could have done more".

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