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0 Autor: André Bosse

Nada Surf - Peaceful Ghosts (Live)

Peaceful Ghosts (Live)
  • VÖ: 28.10.2016
  • Label: City Slang/Rough Trade
  • Erschienen in: VISIONS Nr. 284

Indierock mit Orchesterbegleitung: Gute Songauswahl, doch stimmlich stößt Matthew Caws an seine Grenzen.

Bei City Slang hat man sehr gute Erfahrungen mit Live-Aufnahmen von Konzerten mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg gesammelt: Calexcio veröffentlichten 2013 den Mitschnitt "Spiritoso", kaum ein anderes Werk stellt die Stärken und Alleinstellungsmerkmale der Band so deutlich heraus. Martin Wenk, Multiinstrumentalist bei Calexico und guter Geist der City-Slang-Clique, riet seinem Kumpel Caws daher unbedingt zur Zusage, als dieser die Anfrage des österreichischen Senders FM4 auf dem Tisch hatte. Die Band stimmte zu, und Caws, ein leidenschaftlicher Kurator seines Werkes, machte sich sofort daran, eine Setlist auszuarbeiten. Zu hören gibt es Songs, die in diesem Rahmen gespielt, nicht fehlen dürfen: "Blonde On Blonde" und "Inside Of Love" von "Let Go", "Are You Lightning" und "The Fox" von "Lucky", "When I Was Young" von "The Stars Are Different To Astronomy". Überraschend ist, dass Caws einen Song wie "Blizzard Of 77" ausgewählt hat. Das Eröffnungsstück von "Let Go" lebt auf dem Album von der Einfachheit – doch die Streicher des Babelsberger Streichorchesters geben dem Song im zweiten Teil tatsächlich eine neue Ebene. Aber die Stimmung ist nicht durchgehend feierlich: "Beautiful Beat" behält seinen Zug, "Rushing" und "Out Of The Dark" stehen auch mit Orchesterbegleitung für die ungezwungene Leichtigkeit des aktuellen Albums "You Know Who You Are". Das Konzept geht also auf, kleine Abzüge gibt es dennoch: Caws singt häufig zu bemüht gegen das Orchester an. Zur Gitarre sind seine nasalen Vocals genial; spielen zwei Dutzend Streicher und Bläser dazu, stößt ihr Volumen bisweilen an die Grenze.

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