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Captain Beefheart & His Magic Band - Sun, Zoom, Spark: 1970 To 1972

Sun, Zoom, Spark: 1970 To 1972

Vier Jahre nach dem Tod von Don Van Vliet begreift man seine Hinterlassenschaften endlich als Vermächtnis von unschätzbarem Wert. Ein liebevoll aufgemachtes Boxset zeigt den großen Rock-Exzentriker am Scheideweg.

Captain Beefheart zwischen Blues-Avantgarde und Mainstream-Ambitionen: Die frühen 70er stellten im Nachhinein nicht die glücklichsten Weichen für Van Vliets weitere Karriere, bilden für sich genommen aber die spannendste Schaffensphase. 1970 beerbte "Lick My Decals Off, Baby" das mystische Gaga-Meisterwerk "Trout Mask Replica" auf eigene brillante Weise: Die Songs wiesen – zumindest im Vergleich zum Vorgängeralbum – konventionellere Strukturen auf und kompensierten dieses Weniger an Experiment durch ein Mehr an Düsterkeit auf musikalischer wie textlicher Ebene. Für "The Spotlight Kid" und vor allem "Clear Spot" (beide 1972) ließ Beefheart dann aber wieder die Sonne rein. Vor allem "The Spotlight Kid" orientierte sich an Beefhearts Frühphase als großer Blues-Zampano und erwies sich als das hitgespickteste Album seit seinem Debüt "Safe As Milk" (1967). Clear Spot führt dann sogar mit Ted Templeman einen waschechten Mainstream-Produzenten ins Feld, noch jedoch hielten sich bei Beefheart Freigeistigkeit und Zugänglichkeit die Waage – eine Balance, die später nicht immer zu seinem Vorteil kippen sollte. "Sun, Zoom, Spark" enthält die Alben "Lick My Decals Off, Baby", "The Spotlight Kid" und "Clear Spot", ergänzt um eine tolle Bonus-LP/-CD mit 14 bislang unveröffentlichten Outtakes aus den Sessions zu den beiden letztgenannten Alben und einem Cover, das – so wie auch das Box-Design – nebenher Don Van Vliets spätere Schaffensphase als bildender Künstler würdigt.

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