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0 Autor: Daniel Matuschke

Pink Mountaintops - Get Back

Get Back

Der Black-Mountain-Chef Stephen McBean hat sich über die Jahre so viele Psych-Bands zugelegt, dass es langsam schwer wird, die einzelnen Veröffentlichungen auseinanderzuhalten. Mit der neuen Pink Mountaintops ist es zum Glück ganz einfach: "Get Back" ist ein Rockalbum mit Punk-Spirit.

Dabei geholfen hat McBeans neuer Kumpel Joe Cardamone. Der The Icarus Line-Sänger hat seine schroffe und kühle Art in jede der 41 angekratzten Minuten fließen lassen – und einige davon so davor bewahrt, zu harmlosen Songwriter-Übungen zu geraten. "Ambulance City" lässt erst gar keinen Zweifel aufkommen, wenn McBean sich zwischen Neue-Deutsche-Welle-Synthesizern, Transistorgitarren und einem blechernen Beat in die titelgebenden Zeilen bis zum Stimmbruch hineinsteigert und im dazugehörigen Video ein einem Krankenschwester-Kostüm durchs Bild wackelt. Die Liste der Studiogäste auf "Get Back" ist lang und für den Verlauf der vierten Pink-Mountaintops-Platte nicht unerheblich. J Mascis war da und hat eines seiner unnachahmlichen Gitarrensolos drüber gekleckert. Steve Kille von Dead Meadow hat Bass gespielt, Giant Drags Annie Hardy, Darker My Love-Mitglied Rob Barbato und ein paar andere, von denen man schonmal gehört hat, haben den Rest zum familiären Aufenthalt in Cardamones Valley Recording Company in Burbank beigetragen. "Get Back" ist ein LA-Album geworden. Seit vier Jahren lebt McBean dort, noch nie hat ihn die Stadt enttäuscht. Seine Version von Südkalifornien zieht sich in verschiedenen Pastelltönen durch Songs voller vertrauter Rock'n'Roll- ("Shakedown", "Sell Your Soul", "North Hollywood Microwaves") und Teenage-Romantik ("The Second Summer Of Love", "Sixteen"), die erstaunlicherweise keinen Platz lassen für Depressionen oder überschwängliche Nostalgie.

Bewertung: 8/12
Leserbewertung: 8.0/12

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