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0 Autor: Frederik Tebbe

Major League - There's Nothing Wrong With Me

There's Nothing Wrong With Me

Zwischen Punk und Pop und Emo ist immer Platz für ein Feuerwerk. Gestatten: Major League.

Ihr Debüt "Hard Feelings" ist zwei Jahre her und damals wünschte sich Kollege Flo Hayler ob deren Warped-Tour-Emo-Revivals, man solle Major League die Fäuste Fletcher Dragges spüren lassen und sie anschließend aufknüpfen. Aber bitte, no hard feelings, denn: "There’s Nothing Wrong With Me" macht es viel besser, versprochen. Die Rettung der Band kommt in Gestalt des derzeit omnipräsenten Produzenten Will Yip. Der hat schließlich ein Händchen für poetisch-deprimierte Slacker wie Title Fight, La Dispute, Balance And Composure und Konsorten. Major League beweisen mit "There’s Nothing Wrong With Me", dass sie sich selbstbewusst in dieser Riege halten können. "Little Eyes" atmet den Vibe von Title Fights "Floral Green", "Just As I Am" steht irgendwo zwischen Neo-Grunge und Shoegaze, immer regiert aber hevorragender, poppiger Emo-Punk kurz nach Teenage Angst, den Major League ganz vortrefflich ausformulieren. Natürlich bedienen sie damit den Szene-Zeitgeist, aber wie gut gehen bitte der Opener "Wallflower" oder "Kaleidoscopes" nach vorne und ins Ohr? Wie überraschend überrumpelt der kräftige Akustik-Track "Montreal" den Hörer? Und was ist da eigentlich beim Intro von "Recovery" los? Umso mehr schmerzt es, dass die Band mit dem Schlusswort Rittenhouse dann doch dem Klischee verfällt. Aber geschenkt, denn: Zu herrlich ist es, dass mal wieder ein paar Jungspunde mit Sturmdrang im Herzen und Hummeln im Hintern zeigen, wie man es richtig macht. Braucht noch jemand eine Zeile fürs nächste Tattoo? Wie wäre es mit der hier aus "Graves": "I don’t believe in rest in peace". Besser ist es, bitte genau so weitermachen.

Bewertung: 8/12

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