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Led Zeppelin - Led Zeppelin IV (Super Deluxe Reissue)

Led Zeppelin IV (Super Deluxe Reissue)

Der zweite und vorerst letzte Teil der Led-Zeppelin-Deluxe-Editionen. Zwei der weltbesten Rock-Platten – so gut wie nie.

Die Ausbeute ist etwas mager. Aber was soll man machen? Led Zeppelin haben zeitlebens eben kaum Ausschussware produziert, keine B-Seiten aufgenommen – und wenn doch, dann ist das alles schon recycelt worden. Deshalb haben die Editionen von Led Zeppelins "IV" und "Houses Of The Holy" eben auch nicht viel zu bieten, was über den Rahmen alternativer Mixe und Instrumentalversionen hinausgeht. Anhand dieser kann man die beiden über alle Maßen großartigen Alben neu für sich entdecken und sich bemühen, die neuen Feinheiten herauszuhören und Einblick in den Arbeitsprozess zu bekommen. Interessant wird es vor allem bei den Songs, in deren neuem Mix Produzent Jimmy Page die Spuren seines Kollegen Robert Plant einfach weglässt. Auf "IV" – dem drittmeistverkauften Album in den USA – wären das etwa die Folk-Juwelen "Going To California" und "The Battle Of Evermore". Beide stellen die von John Paul Jones gespielte Mandoline in den Vordergrund. Auch "No Quarter", der Progrock-Song von "Houses Of The Holy", rückt Jones und sein Keyboard in neues Licht; für "The Song Remains The Same" und den folkigen Backing-Track von "Over The Hills And Far Away" overdubbt Page seine Gitarre. Es macht Spaß, die Songs, die man so sehr verinnerlicht hat, plötzlich neu entdecken zu können. Wer Zeppelin meidet, weil ihm Plants Sirene nicht liegt, der kann sich hier am puren Instrumentalismus erfreuen. Erneut werden die Editionen in sechs verschiedenen Versionen veröffentlicht und der Deluxe-Aspekt damit in die Höhe gestapelt. Selten war es schöner, die Qual der Wahl zu haben.

Leserbewertung: 11.5/12

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