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0 Autor: Flo Hayler

CJ Ramone - Last Chance To Dance

Last Chance To Dance

25 Jahre nach seinem Einstieg als Bassist bei den Ramones etabliert sich CJ Ramone mit seinem zweiten Album endgültig als fähiger Solist.

Das Erbe der Ramones: Für den einen Fluch, für die andere Segen. 18 Jahre sind vergangen, seit die New Yorker Punk-Ikonen in Los Angeles ihr letztes Konzert absolvierten. Alle vier Gründungsmitglieder sind verstorben, Johnny (Gitarre), Joey (Gesang), Dee Dee (Bass) und Tommy (Schlagzeug). Drei Mal Krebs, ein mal Heroin. Geblieben sind nicht nur ihre Songs, ihre Attitüde, ihr Logo und ihr Look, sondern auch drei noch immer aktive Ex-Mitglieder: CJ Ramone sowie die einstigen Schlagzeuger Marky und Richie. Während sich letztere als Celebrities installieren oder um Anerkennung als vollwertiges Mitglied bemühen, macht CJ sein ganz eigenes Ding. War sein Debüt "Reconquista" noch eine unüberhörbare Hommage an die verstorbenen "Three Angels" Joey, Johnny und Dee Dee, emanzipiert sich Ramone mit "Last Chance To Dance" spürbar von Bubble-Punk seiner einstigen Familie, und macht Platz für seine eigenen Vorlieben: Für Heavy-Rock, Pop und Hardcore-Punk, für Liebe, schwere Waffen und das romantische Festhalten am American Dream. Gemeinsam mit den Adolescents-Gitarristen Steve Soto und Dan Root, sowie Social-Distortion-Schlagzeuger Dave Hidalgo Jr. entstand so ein durch und durch US-amerikanisches Album. Geschrieben von einem Mann, der sich seiner Vergangenheit bewusst ist und dabei die eigene Zukunft in den Fokus rückt – ungeschönt, ehrlich, bodenständig und nur mithilfe der überschaubaren Mittel, die ihm dabei zur Verfügung stehen. Besser kann man ein Erbe nicht antreten.

Bewertung: 9/12
Leserbewertung: 8.0/12

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