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Smashing Pumpkins - Oceania: Live In NYC

Oceania: Live In NYC

Das Unwahrscheinliche setzt sich fort: Nachdem schon das letztjährige Smashing-Pumpkins-Album "Oceania" überraschend gut war, überzeugt nun auch dessen Live-Umsetzung.

Dabei wirkt der Auftritt, den <a href="https://www.visions.de/artists/11287/billy-corgan >William Corgan – so will Ex-Billy wegen seines Alters nun genannt werden – mit seiner Band im Dezember 2012 im New Yorker Barclays Center spielte, zunächst wie eine typisch stoische Pumpkins-Show: wenig Emotion und Kommunikation, hohes Spielniveau. Anders ist allenfalls, dass die Pumpkins "Oceania" zu Beginn des Konzerts komplett spielen und dabei auf einem überdimensionalen Ball über den Köpfen der Band psychedelische Animationen von Setdesigner Sean Evans gezeigt werden, der auch schon für Pink Floyds Roger Waters gearbeitet hat. Auch insgesamt gibt sich die Aufzeichnung optisch geradlinig: Ein paar Zeitrafferaufnahmen aus New York eröffnen die unterschiedlichen Abschnitte des Konzertes, hier und da gibt es weiche Unschärfe- oder Zeitlupen-Blenden zwischen Szenen. Erst langsam fällt einem als Zuschauer dabei auf, wie gut gelaunt Corgan hinter seiner versteinerten Miene ist: Alte wie neue Songs spielt er mit unerwartetem Elan, in Gitarrenpausen deutet er ins Publikum oder teilt mit beiden Händen Liebe aus, einmal tanzt er sogar ungelenk – ein Perfektionist mit Herz, der bei "X.Y.U." erst seine Gitarre mit beiden Händen umklammert wie ein Kind ein Stofftier, und ihr dann – eine schräge Usain-Bolt-Siegesgeste später – ein spektakulär gutes Solo entlockt. Für Fans bleibt das wichtigste Kaufargument so oder so der neue Song "The Dream Machine", ein düster dynamisches Prog-Psychedelic-Metal-Stück – oder auch die 3D-Blu-ray, die es neben DVD-, Doppel-CD+DVD- und Download-Version auch noch gibt.

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