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Snuff - Numb Nuts

Numb Nuts

Gar nicht so einfach, sich für ein Jahrhundert-Werk wie „Tweet Tweet My Lovely“ einen ebenbürtigen Nachfolger aus dem Ärmel zu schütteln...
Neue Alben von Lieblingsbands haben so ihre Tücken. Einerseits ist man vor dem ersten Hören natürlich vorfreudig erregt, andererseits stellt man sich die bange Frage, ob sich die Band auch weiterhin auf dem Höhenflug befindet. Von Absturz kann im Falle von Snuff nun definitiv nicht die Rede sein, ihr grandioses letztes Meisterwerk „Tweet Tweet My Lovely“ können sie mit „Numb Nuts“ aber nicht toppen - was wohl in erster Linie daran liegt, dassdie Songs hier nicht ganz so unverschämt eingängig ausgefallen sind. Gerade die erste Hälfte der Platte schwächelt ein wenig. Songs wie „Yuki“, „SQ II“ oder „Reach“ würden anderen Bands sicher zur Ehre gereichen, gerade im Falle von Snuff weiß man aber, dass sie zu ganz anderen Großtaten fähig sind. Um jetzt aber keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: „Numb Nuts“ ist immer noch überdurchschnittlich gut, Lieblingsbands müssen aber nun mal einem ganz besonders kritischen Blick standhalten. Und das tut dann zum Glück auch eine ganze Reihe von Songs. Denn Snuff verstehen es weiterhin, ein beachtliches Spektrum abzudecken. Mit „Fuck Off“, „Soup Of The Day“ und „Cake“ gibt’s etwa wieder einige kurz und bündig hingerotzte Hardcore-Bretter, demgegenüber stehen Songs wie „EFL vs. Concrete“, „Romeo & Juliet“ oder das Titelstück, die - nicht zuletzt durch den Einsatz derOrgel - von einem melancholischen Grundton getragen werden. Und für gute Laune ist natürlich auch gesorgt, was anhand von „Marbles“, dem auf unserer CD enthaltenen Song, belegt werden kann. Insgesamt also kein Grund, Snuff in die Alte-Herren-Riege abzuschieben, denn von dieser Band darf man immer noch einiges erwarten.

Bewertung: 10/12

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