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0 Autor: Jörg Staude

No Doubt - The Return Of Saturn

The Return Of Saturn
  • VÖ: 10.04.2000
  • Label: Motor/Universal
  • Erschienen in: VISIONS Nr. 85

Mit einer zweijährigen Kopfgeburt haben sich No Doubt leider ein wenig zwischen die Stühle des Mainstream gesetzt.
Fünf Jahre sind seit dem Durchbruch-Album „Tragic Kingdom“ vergangen, satte zwei davon hat die Ska/Pop-Band aus Anaheim an „The Return Of Saturn“ gewerkelt. Denn der Erfolg habe sie beinah an den Rand des kreativen Bankrotts gebracht, sagt Sängerin Gwen Stefani. Muss man deshalb etwas ganz Besonderes von diesem Album erwarten? Ich denke nicht. No Doubt sind ihrem Rezept treu geblieben; vielleicht ist die Produktion (Glen Ballard, unterstützt von Alain Johannes) etwas professioneller und polierter ausgefallen, das war’s dann aber auch schon. Der kalifornische Vierer weiß, dass er mittlerweile zum Mainstream gehört. Ob sich ein solches Bewusstsein aufs Songwriting auswirkt, kann man schwer beurteilen, aber irgendwie schleicht sich beim Hören der Scheibe das Gefühl ein, dass hier doch ein wenig auf Nummer Sicher gegangen wurde. Sicherlich ist „The Return Of Saturn“ ein gutes Rock/Pop-Album, allerdings eins ohne wirkliche Höhepunkte, sieht man mal von „Ex-Girlfriend“ (1. Single), „Simple Kind Of Life“ (Ballade und 2. Single) oder „Bathwater“ ab. Vielleicht wären No Doubt besser beraten gewesen, mehr Risiken einzugehen. So nämlich läuft das Album Gefahr, schnell langweilig zu werden. Wahrscheinlich hätte Jerry Harrison (Ex-Talking Head, u.a. Produzent von Live), der bei „New“ hinterm Mischpult saß, der Band besser getan. Da klingt die Band nämlich noch spontan und nicht so kopflastig wie auf vielen der anderen 13 Songs.

Bewertung: 8/12
Leserbewertung: 3.0/12

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