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0 Autor: Frederik Tebbe

Heaven's Basement - Heaven's Basement

Heaven's Basement

Was wäre die Musikwelt ohne breite Beine und Stadionrock? Ach ja, klischeefreier. Macht ja nichts.

Aber Klischees kommen nicht von ungefähr. Oft sind sie altbewährt, man weiß, was man an ihnen hat und worauf man sich einlässt. Bloß kein Risiko eingehen, dann wird man auch nicht enttäuscht. Wir wollen Heaven’s Basement nicht unterstellen, dass sie mit ihrem Debüt "Filthy Empire" und ihrem Hardrock bewusst auf die Klischeezone gezielt haben – sie bedienen aber zumindest weite Teile davon. Großangelegte Refrains, ausschweifende, technisch versierte Gitarrensoli, breitbeinige „Woaahs“ und eine Quotenballade stehen an der Tagesordnung. Na herrlich. Heaven’s Basement machen Rockmusik für Feuerzeug- und Smartphone-Schwenker, Luftgitarristen und Headbanger. Dass Red Bull die Platte der Band herausbringt, passt also. Der Soundtrack für von Großkonzernen organisierte Extremsport-Events oder "Guitar Hero". Man denkt an Rockgitarristen, die ihre großen Licks, Riffs und Solos mit einem Bein auf der Monitorbox schreddern, an Musiker, die stets ihr bestes Publikum aller Zeiten vor der Bühne stehen haben und Backstage die Groupies vögeln. Heaven’s Basement strahlen dabei sogar Energie aus und würden ihren Hardrock am liebsten direkt in die Hallen, Stadien und Radios rotzen. Entweder mit mantramäßigen Refrains wie in "Be Somebody" oder mit den fünfeinhalb Feuerzeug-Minuten von "The Price We Pay". So weit, so berechenbar. Doch spätestens wenn das Feuerzeug in der Hand explodiert und auf der Bühne die gesponserten Saiten reißen, wird klar: mehr als durchschnittlich ist das hier auch nicht. Und ohne irgendwem ans Bein pissen zu wollen: "Nothing Left To Lose" könnte auch eine B-Seite von Pink sein.

Bewertung: 6/12

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