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Spiders - Flash Point

Flash Point

Alle Trends erfüllt: Bei Spiders aus Schweden führt eine Frau den Proto-Metal an.

Vielleicht wirkt es nur inflationär auf diejenigen, die darauf achten oder die den Zwang haben, Verbindungen herzustellen. Proto-Metal, also die Art von hartem Rock, die entstand, bevor der Begriff Heavy Metal eingeführt wurde, ist im Trend. Zumindest könnte man das vermuten, wenn eine Band wie Kadavar tausende LPs absetzt und junge Menschen zu Graveyard in der Disco tanzen. Dass nach der großen Skandinavien-Rockwelle Ende der 90er eben diese Region momentan wieder aufblüht, lässt sich ebenfalls nicht kleinreden. Witchcraft haben ein neues Album, Graveyard in Kürze, und Horisont haben vor einigen Monaten eines veröffentlicht. Letztere sind jetzt bei Rise Above, debütierten aber auf Crusher Records. Mit Spiders hat das schwedische Label eine weitere Band gesignt, die eine Nische des Proto-Metal beackert. Graveyard-Schlagzeuger Axel Sjöberg war mal dabei, ist aber wegen Zeitmangels raus. Angeführt werden Spiders von Sängerin Ann-Sophie Hoyles. Auch an dieser Stelle darf man – nach den von Frauen angeführten The Devil’s Blood, Christian Mistress, Royal Thunder, Blues Pills und Black Moth – einen Trend erkennen. Trotz all der Schwestern und Brüder im Geiste finden Spiders ihre Nische. Ihre Songs halten die Waage zwischen der Raw Power des Punk und der Motor-City-Madness von Ted Nugent, Alice Cooper, MC5 und Kiss. Gerade die erste Hälfte von "Flash Point" ist gespickt mit tollen Songs, die in ihrer knackigen Kürze psychedelische Anflüge aussparen und dafür den Blues (mit Mundharmonika) dazuholen. Und wie bei schwedischen Retro-Rockbands üblich, ist all das garantiert authentisch und fingerfertig.

Bewertung: 8/12

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