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0 Autor: Patrick Großmann

Third Eye Blind - dto.

dto.

Mein erster Eindruck war ‘gutgelaunter amerikanischer (Punk-)Rock meets Oasis’, wobei mir bald auffiel, daß in erster Linie dem Gesang ein gewisses britisches Flair innewohnt. Zunächst einmal ist den Jungs von 3EB aus Frisco jedoch meine uneingeschränkte Bewunderung sicher: Ihr mit potentiellen Hits reich gesegnetes und von Sänger Stephan Jenkins selbst produziertes Debüt macht von Anfang an Spaß, gewinnt aber bei mehrmaligem Hören noch beträchtlich an Tiefe, da die Songs äußerst vielschichtig und detailverliebt arrangiert wurden. Mitunter klingen 3EB wie eine weniger klamaukige Version der College-Spaßmacher von Weezer, die deren Ansatz mit ernsten, oft lyrischen Texten über Verluste und Drogensucht konterkariert - was seltsamerweise gut funktioniert. Gekonnt wird das Spannungsfeld von leise-filigran bis brachial ausgelotet und gerade daraus die eigene Stärke gewonnen. Dabei sind die Songs alles andere als gradlinig, sondern auf eine sympathische Art verschroben. Anspieltips: der fröhliche Weezer-Stampfer „Good For You", das perfekt mit dynamischen Nackenschlägen operierende „Burning Man" oder das punkig-explosive „Graduate". Einzig die doch arg klassischen Balladen, in denen auch Jenkins’ (oder Gallagers?!) Gesang recht nervig werden kann, stellen ein gewisses Manko dar (Ausnahme: „God Of Wine"). Klasse Leistung.

Bewertung: 9/12

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