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Smashing Pumpkins - Gish/Siamese Dream (Deluxe Editions)

Gish/Siamese Dream (Deluxe Editions)

Bitte die letzten 13 Jahre ausklammern. Davor waren die Smashing Pumpkins schließlich die beste Alternative-Band der Welt.

Kein Scheiß. "Gish" kam ein paar Monate vor "Nevermind" raus. Auch da hatte Butch Vig seine Finger im Spiel. Hat er jetzt wieder und zusammen mit Oberpumpkin Billy Corgan das Debütalbum von 1991 remastert. Nicht nur das, auch dem besseren Nachfolger "Siamese Dream" (1993) haben sie sich angenommen. Die drei Alben danach sollen in den nächsten Monaten ebenfalls aufgemotzt werden. Am lohnenswertesten ist das gewiss bei den vorliegenden Prunkstücken. Alles wurde überarbeitet, vom breitarschigen Sound zwischen 70s-Prog-Metal und 80s-Dreampop bis zum Artwork, das eine kleine Box ziert. Darin: Das Album, eine CD mit viel Bonuskrempel und eine DVD mit Konzertmitschnitt aus dem Chicagoer Kult-Club The Metro. Eine hübsche Zeitreise. Damals hatte Riesenbaby Corgan noch Haare und kam ohne bleiernen Pomp aus. Dafür sieht man die Band wie sie Larger-than-life-Songs spielt und sich – trotz Indie-Anspruch – in Muckertum ergeht wie es heute höchstens noch Rush dürfen. Die zweimal 18 Bonustracks sind teils verzichtbar, wie etwa die Demos und Radio-Versionen von Songs, die auf "Gish" viel besser klingen. Schön ist, wenn sich mit den Songs "Tristessa" und "La Dolly Vita" zwei Schätzchen einer raren Sub-Pop-Single einschleichen. Der Bonus von "Siamese Dream" kann da viel mehr. "Pissant" aus den "Siamese"-Sessions läutet die 74 Minuten ein und klingt, als würden Black Sabbath Punkrock spielen. Aus der Liga gibt es gleich mehrere Demos von Songs, die es nie auf das Album geschafft haben. Und die sind besser als alles, was die Smashing Pumpkins seit 1998 aufgenommen haben.

Leserbewertung: 11.5/12

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