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0 Autor: Dennis Plauk

John Lennon - Signature Box

Signature Box

Aufriss auf allen Ebenen: Weil der große Liederschreiber Anfang Oktober 70 geworden wäre, geht Google in John-Lennon-Optik an den Start – und Erbverwalterin Yoko Ono bringt mal wieder seinen Backkatalog unters Volk.

Einzeln, auszugsweise (das Best Of Power To The People, die 4-CD-Retrospektive Gimme Some Truth) und weitgehend komplett in Form der Signature Box. Darin enthalten: alle Soloalben ab John Lennon/Plastic Ono Band von 1970, seinem eigentlichen Post-Beatles-Debüt, rechnet man die drei enervierend experimentellen Frühwerke mit Yoko Ono nicht mit. Lennons tolle Platten bis Mitte der 70er – neben Plastic Ono Band vor allem Imagine und Mind Games – festigten seinen Status als Politaktivist mit einmaligen Songwriting-Skills, auf die Paul McCartney zeitweilig neidisch schielen musste.

Zwar durchlief auch Lennon – nicht zuletzt nach der vorübergehenden Trennung von Ono – eine Phase künstlerischer Mittelmäßigkeit, fand aber kurz vor seinem Tod 1980 mit Double Fantasy zurück in die Spur. Hier liegt das einzig wahre Novum der Lennon-Remasters 2010: Double Fantasy ist ab sofort auch in der von Ono initiierten „Stripped Down“-Version erhältlich, einer nicht zwangsläufig besseren, aber deutlich pointierteren Ausführung dieses letzten großen Lennon-Albums.

Der dreiste Schachzug der Verantwortlichen: Double Fantasy Stripped Down ist separat zu erwerben – in der Box findet sich nur die Originalfassung. Dafür liegt dem weißen Würfel neben den acht Lennon-Alben (Digipaks im Stil der 2009er Beatles-Reissues) immerhin eine exklusive Doppel-CD mit Non-Album-Singles, Studio-Outtakes und Demos bei sowie ein Hardcover-Buch und Kunstdruck. Für Einsteiger ideal, für Lennon-Kenner ohne großen Mehrwert.

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