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0 Autor: Matthias Koth

The Make-Up - In Mass Mind

In Mass Mind

The Make-Up veröffentlichen dieser Tage ihr viertes Album. Soweit das Tagesgeschehen, das hiermit auch schon endet, denn: „In Mass Mind" ist Weltgeschichte. Sagen wir es, wie es ist: Hätte John Lennon den Gospelsound für sich entdeckt und getanzt wie James Brown, wären The Make-Up kalter Kaffee. Aber dem ist nicht so, und die Kapelle um den exzentrischen Sänger Ian Svenonius tut uns allen gut. Sie hilft unserer Spirituality auf die Sprünge. Die Kraft, die Make-Up freisetzen, läßt ihre Herkunft erahnen: Das ist die ehemalige Nation Of Ulysses, die die sozialpolitische Feindbildpflege aufgegeben und nun die besinnliche Revolution ausgerufen hat. Das Gruppenbild wurde mittlerweile um eine Dame erweitert, die mit Abstand die beste Baß-Taktikerin unter der Sonne ist und ihre Seele auf den Fingerkuppen trägt. Auf dem Rücken des schwarzen Gospel-Konzepts tragen Make-Up wahre Schlachten aus, die Exorzismen gleichen. Sie funktionieren nach einem eigenen Prinzip, das aus Ideologie, aber auch aus Rock’n’Roll besteht. Sie sind das letzte Gebilde in dem Wust von Musikerzusammenschlüssen, das den Titel ‘Band’ noch verdient und mit dieser Platte ein verdammtes Meisterwerk abgeliefert hat.

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