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Face To Face - Laugh Now, Laugh Later

Laugh Now, Laugh Later

Sie sind wieder zu viert, spielen aber so, als hätte man sich gerade als Trio für Don’t Turn Away aufgestellt.

Und das ist eigentlich schon das stärkste Qualitätssiegel, das man Laugh Now, Laugh Later verleihen kann. Face To Face haben in ihrer Auszeit aber auch rein gar nichts verlernt. Das Album bringt die komplette Bandbreite ihres Songwriting zusammen. Should Anything Go Wrong ist als Opener ein Statement – wo andernorts das Musical in den Punk Einzug gehalten hat, wird man hier auf 1, 2, 3 angezählt. Dazu Trever Keith, wie man ihn und seinen Gesang am liebsten hat: zwischen flehentlich und bissig. Mit Bassist Scott Shiflett (dem Bruder von Foo Fighter Chris), Gitarrist Chad Yaro und Schlagzeuger Danny Thompson haben Face To Face, bis auf den eh ständig wechselnden Drummer-Posten, das Line-up der Zeit zwischen Face To Face, Ignorance Is Bliss und Reactionary zusammen. Diese Alben plus das bislang unübertroffene Debüt bilden dann auch die Eckpunkte: ob mit mehr Pop-Appeal wie bei All For Nothing, ein Under The Wreckage mit seinem greasigen Social-D-Einfluss, die Bassline in It’s Not All About You, ein Rocksong wie What You Came For – Face To Face schrauben die Zeitrechnung zurück auf Mitte der 90er Jahre und zollen so der Hochphase des Melody Punk Tribut. Ohne falsche Nostalgie. Ohne verkrampfte Zitate. Einziger Schwachpunkt der Platte ist wohl das mit seinem „Ooh-Oooh-Ooooh“-Singalong-Refrain etwas zu platte The Invisible Hand. Das allerdings bei 13 Songs – das ist keine Kritik, das ist ein bisschen Jammern auf hohem Niveau. Wenn sie jetzt noch die Deutschland-Tour etwas ausdehnen – es wäre grandios. Okay?

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