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0 Autor: Britta Helm

August Burns Red - Leveler

Leveler

Katastrophen hin und her, der größte Gleichmacher bleibt die perfekte Show. August Burns Red inszenieren den Metalcore.

Es könnte auch jedes andere Genre sein, das sich gut macht, wenn es von jungen Menschen mit weißen Zähnen auf die Bühne gestellt wird, Countrypop, Gospelrap, Hauptsache sehr amerikanisch und gemeindetauglich. Und das ist gar nicht nur gehässig gemeint, immerhin muss so einiges stimmen, damit aus einer Gruppe Teenies abendfüllendes Programm wird. August Burns Red aus Pennsylvania sind längst auf dem Berg, ihr erstes Album erschien 2005 noch zu High-School-Zeiten, Leveler ist nun das vierte. Natürlich handelt es wieder von Schuld und Vergebung, von menschlichem Größenwahn und Gott, der das darf. Aber vor allem geht es um den großen Auftritt. Das Schlagzeug donnert höchst genau, pausenlos fallen Riffs von der Decke, die Breaks sitzen, die Und-jetzt-alle-Refrains sowieso. Jake Luhrs schreit bemerkenswerte Melodien, ohne je das Singen anzufangen. In Internal Cannon gibt es diesen cleveren Samba-Part, scheinbar überraschend, aber natürlich haben alle nur darauf gewartet, um anschließend wieder so richtig abzugehen. Kann man machen, sowas von, und dabei kollektiv wissend grinsen. Samba, Leute! Salt And Light führt als einziger weg von der fetten Show, in den schicken Indieclub zunächst und anschließend ganz weit raus in postrockige Landschaften. „We sing for you.“ Das Spiel mit Dynamik (und ihren Instrumenten, mal so grundsätzlich) haben August Burns Red sowieso drauf, rhythmisches Auftrittsklatschen und Rockstargesten inklusive, sie haben nur eben wieder ein paar Sachen dazugelernt, die live so gut funktionieren wie hinter dem netten Cover.

Bewertung: 8/12
Leserbewertung: 10.0/12

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